Alcaniz, die ultra-schnelle Strecke in Spanien, begrüsste uns am Donnerstag mit Temperaturen um die 40° C, was für ein tolles Gefühl! In den ersten Trainings am Freitag waren die beiden Jungs meist am Schnellsten! Nach dem frustrierenden Rennen in Wackersdorf genossen wir dies natürlich doppelt! Die Veranstaltung war perfekt organisiert, auf der Strecke und daneben, und der See in der Nähe gab uns etwas Abkühlung am Abend.
Riiesen Anlage!
Severin Im Qualifying waren wir gespannt, was er mit neuen Reifen tun kann. Nun, er machte das selbe wie zuvor, fuhr wie der Teufel und gewann die Pole! Also, cool bleiben und Punkte machen für die Final Rennen. "In allen 3 Läufen war mein Ziel, im Rennen zu bleiben, und nicht jedesmal zu gewinnen, so war ich einmal Erster und dann zweimal Dritter", berichtete der kleinste Fahrer des Feldes.
On top !
Dies war Reihe 1 für das Finale aus P2 ... nicht gut auf dieser Strecke! Und so kam es auch, nach dem Start ein Tumult wie immer und einige drängten ihn raus und zurück auf P9. "Ich sah einige andere Läufe und wusste, dass P2 wahrscheinlich die schlechteste Position auf dieser Strecke ist um zu starten, aber P9 war nicht akzeptabel", und so fuhr er Position um Position zurück an die Spitze.
on top 2!
on top 3! :)
on top 4! :))
Auf dieser Strecke mit dem Windschattenfahren nicht so einfach, aber in der letzten Runde schloss er zum Leader auf... und überholte ihn! letzten Kurve, er kam ein bisschen weit raus und über die Kerbs, schwups, und 2 andere Fahrer konnte ihn noch passieren, "nur" P3. Auf dem Podium konnte man in seinen Augen sehen, was er wollte... Und schon kam das große Finale, Start von P3. "Dieses Mal, auf der Innenseite, war mein Start kein Problem, und nachdem ich dem Leader ein paar Runden folgte, dachte ich, ich kann schneller fahren und überholte ihn", womit er Recht hatte, da er dann langsam davonzog und mit 3s Vorsrpung gewann! "Was für ein spannendes und tolles Wochenende!", strahlte er danach. Auch hatte Severin seine erste Doping-Kontrolle, aber er fand es nicht wirklich komisch, dass jemand ihn bei seinem Geschäft genaustens beobachtete... :)
Levin Im freien Trainng war er meist bei den schnellsten zu finden. WAU, beide Brüder ganz Top, verrückt! dann eine böse Überraschung, mit dem ersten Satz Reifen hatte er keinen Grip mehr. Wir erfuhren, dass dies leider passieren kann, und so versuchten wir das Beste daraus zu machen. "Gerade in der Kurve vor der Geraden bergauf, ist es so wichtig, eine Menge Geschwindigkeit mitzunehmen, ...wenn Grip verfügbar ist", berichtete Levin nach der Qualifikation auf P27 frustriert.
on top 5! :)
In den Qualifikationsläufen kam er dann auf P12, P13, P11 und P11. Genug, um in die Final zu kommen, wo nur 34 Fahrer teilnehmen dürfen? P30, ok ... das bedeutete auch einen neuen Satz Reifen für die 3 letzten Rennen. Wie werden diese sein? Levin sagte nach dem ersten Rennen "... wie Tag und Nacht, grip war wieder da, das Problem war nun, dass das Setup für die schlechten Reifen war, so war das Handling etwas schwierig", und er fuhr noch von P30 auf P16.
Grün in blau...
Der zweite prefinal, er kam sogar auf P8 in Ziel, und für das große Finale konnte er gar von P9 starten. "Nach dem Start war ich schon 4-ter und griff an, aber ich machte einen kleinen Fehler und verlor sogleich den Windschatten und einige Plätze", sagte er nach der Ankunft ein wenig enttäuscht auf P7.
Müüüde!
Hey Rookie, mach dir keine Sorgen, hinter einigen gestandenen EM und WM Champions nicht schlecht! Er hat viel gelernt an diesem Wochenende, auch dass die Luft dünner desto wird, je höher man kommt.
Danke an Alle für ihre Hilfe, es war ein großes Abenteuer und ein tolles Erlebnis!
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SM Chiavenna, 15. August 2010
Das fünfte von sechs Rennen der SM fand in Chiavenna statt, und wir sahen eine Menge Regen an diesem Wochenende! Wir hatten uns entschieden, dass Severin in der KF3 ein Proberennen fährt, um zu sehen, wie sich die Dinge mit seiner gebrochenen Hand entwickeln.
Severin Nach mehreren Wochen und seinem bösen Crash in Wackersdorf während der U15, zurück in den Kart. In den ersten Trainings fühlte er sich gut... und fuhr Bestzeit! "In der Qualifikation war es ein Poker, da Wetter und Streckenbedingungen sich veränderten, und mein Reifendruck war zu niedrig und ich hatte keinen Grip ...", meinte er enttäuscht über P6. Nach dem Start flog er auf der äusseren (!) Seite Richtung erste Kurve. Er war auch bereits Dritter, als ihn jemand (trotz Video haben wir den Namen spontan vergessen...) übermotiviert hinten links anschob, Dreher. Von ganz hinten bis P7, seine Rundenzeiten mit mehr als 0,5 Sekunden schneller als alle anderen, geht doch :)! Nungut, schon jetzt wussten wir, was wir wissen wollten!
Im heat2, wieder einen tollen Start und P2 in einer guten Ausgangsposition für das Finale vorbereitet. "Für den Final dachten wir, es hört auf zu regnen, da gab es einige blaue Flecken zu sehen, aber in der Startaufstellung begann es wieder zu regnen und so hatte ich null Grip zum Angriff ", sagte er nach seiner Ankunft auf P7. Also, U15 in Alcaniz, ich komme! :)
Levin Seit dem letzten Rennen in Levier haben wir gesehen, dass die Konkurrenz nochmals aufgerüstet hat. Es wird also schwierig werden, vorne zu bleiben. Schwierig, aber nicht unmöglich! :) Pole nach dem Zeitfahren! Der erste Lauf dann auf feuchter Bahn auf slicks: "Nach ein paar Runden war ich wieder rausgeschoben worden, aber konnte das Rennen fortsetzen und wurde noch zweiter", sagte er ziemlich wütend. Der zweite Lauf aus der ersten Reihe, und mit P1 hatte er die beste Ausgangsposition für das Finale. Im Nassen wieder mit gutem Start und ein paar schöne, harte Kämpfe bevor er dem Rest des Feldes davonziehen konnte. Er gewann den Final und auch diese Meisterschaft schon vor dem letzten Rennen in Wohlen.
Das nächste Rennen der U15 - U18 Weltmeisterschaft findet am 27. - 29. August in Alcaniz (Sp) statt, stay tuned!
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U15 - U18 WM, Wackersdorf (D), 25. Juli 2010
Der erste von 3 Läufen in der CIK-FIA World Championship U15 und U18, und in diesen 3 Tagen sind so viele Dinge passiert, wie in allen anderen Rennen in dieser Saison zusammen! Wo beginnen? Zunächst wurde die Organisation von der CIK-FIA sehr beeindruckend und korrekt umgesetzt, und auch die unzähligen Mitglieder des DMV waren freundlich und hilfsbereit, vielen Dank an alle von Ihnen welche diese Rennen erst möglich machen!
Einheitszelte...
...und das ganze bei lächerlichen 50°C...
Wir mögen die Idee noch immer, dass alle den gleichen Motor und in der U15 alle den gleichen Kart fahren. Aber wir mussten auch lernen, dass es als Familien-Team praktisch unmöglich ist vorne mitzumischeln, da viele professionelle Mechaniker und auch die grossen Teams dort waren. Gegen diese Kenntnisse und Erfahrungen im Set-up und der Vorbereitung haben wir keine Chance.
34 U15 Karts...
Severin: In den ersten Trainings in den Top 5 zu finden, haben die Dinge noch gut ausgesehen, auch wenn seine gebrochene Hand wieder zu schmerzen begann. Im Zeittraining fing es an zu regen: Sehr schlecht, wir hatten keine Zeit das Set-up zu ändern, Dad hatte auch mit Levins Kart zu tun und musste seine Hinterachse nach einem Unfall wechseln. "Ich fand dann auch keine freie Runde", meinte ein enttäuschter Severin und wurde nur 14-er. Von da an haben wir nie das richtige Set-up gefunden, und mussten auch noch zweimal den Vergaser wechseln, da der Motor nicht richtig hochdrehte. Im Prefinal hatte er sogar einen schlimmen Crash: "Beim Start schob mich der Kerl links von mir neben die Piste, und ein anderer fuhr mir über den Kopf, das Rennen wurde gestoppt und ich fand mich im Ambulanzauto wieder". Severin soweit ok, den Kart mit viel Klebeband repariert, und schon gins wieder los. Doch sogar hinter anderen Fahrern auf der Geraden konnte er ihnen nicht folgen. Seve entsprechend geknickt: "Alles war sehr frustrierend, wir sind optimistisch angekommen und ich wollte in die Nähe des Podiums fahren, aber jetzt wurde ich nur 19-er."
enttäuscht...
auch enttäuscht...
Levin: Aauch Levin kam nach den Top Zeiten in Ostricourt entsprechend motiviert nach Wackersdorf: "Im Training fühlte ich mich gut und lernte das Kart und die Bahn kennen". In der Nacht kam regen, und im Warm-up kehrte er mit einer krummen Hinterachse zurück! Schlecht, da eben auch Severin auf Regen umgerüstet werden müsste! Also, neue Hinterachse rein und ins Zeittraining ... nur 33! Unmöglich!
ok, also rasch ein paar Dinge geändert, mehr durch Zufall als durch Wissen, und es ging in den ersten Lauf: "Die Strecke war noch nass, was ich ja mag, und das Kart tat jetzt auch das, was ich wollte. In der ersten Kurve die üblichen Unfälle, diesmal war die Strecke komplett blockiert und ich stand sogar still, konnte aber dann auf die 4. Position fahren, das hat Spass gemacht!", lachte Levin. Er fuhr nebenbei noch die schnellste Rennrunde. Dann wurde die Strecke trocken, und wir waren wohl immer ein paar Schritte hintendrein. "Der Kart fühlte sich seltsam an, schwer zu sagen warum, und aus den Kurven heruas hatte der Motor keine Kraft, so dass ich immer ein paar Meter verlor", sagte er enttäuscht nach Rang 23, 17 und 15 in den anderen Läufen.
Schließlich konnten wir den Motor wechseln, und dieser ging dann auch besser. Anyway, wir haben trotzdem nicht einmal den Einzug in den Final geschafft! Und im kleinen Final, welchen er dann gewann, bekam er eine Zeitstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit beim Start ... egal, zu viele Dinge sind schief gelaufen.
kleiner Trost
Wir sind sehr enttäuscht und vielleicht auch ein wenig desillusioniert, weil wir uns so auf dieses Rennen gefreut hatten. Levin schaffte es trotzdem noch aufs Podium, und diesmal durfte er seinen Pokal sogar behalten: Er wurde Dritter im CIK-FIA Ausbildungsprogram! :)
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Pavia (I), 17 - 18 April 2010, 1. Lauf SM
1st and 2nd… eigentlich!
Ein ungeplantes Rennen, nur 3 Tage im Voraus entschieden dass wir teilnehmen. Also, nichts mit einem ruhigen und entspannten Wochenende mit Motorsport vor dem TV… Das erste Training am Freitag war noch bei trockenen Bedingungen, aber riesige Wolken warnten bereits vor dem Regen, welcher am Samstag Morgen auch prompt kam. Der Sonntag wieder ein sonniger und schöner Tag... na ja, abgesehen von einigen unbedeutenden Kleinigkeiten, passiert vor allem neben der Strecke, aber mehr dazu weiter unten.
Levin Er startete in der neuen Kategorie "Sport", in denen normale und günstige ROK oder ROTAX-Motoren verwendet werden können, um Geld zu sparen. Von Anfang an führte er die Zeitenliste an. In der Qualifikation wussten wir nicht so Recht, welche Reifen montieren, da die Strecke noch feucht war. "Ich habe den Wind gespürt und die Sonne begann auch zu scheinen, so dachte ich… Slicks", meinte Levin und er hatte Recht, Pole in der letzten Runde! Im ersten Lauf fuhr er einfach schnell genug, um vorne zu bleiben, da wir noch nie diese Dunlop's fuhren und keine Ahnung hatten wie sie sich verhalten. Der zweite Lauf, wieder hatte er keine Probleme und kontrollierte das Rennen einsam vorne weg. Im Final von der Pole, verlangsamte er das Feld für den fliegenden Start in der letzte Kurve, wahrscheinlich ein bisschen zu viel, "in der letzten Kurve beschleunigte der 2te neben mir sehr früh, ich verlangsamte um keinen Frühstart zu machen, und alsich dann Vollgas gab passierte nichts… der Motor verschluckte sich“. Einige Arbeit dann, um vom 7. Platz wieder nach vorne zu kommen. Er konnte den Führenden noch überholen, aber von da an funktionierte etwas nicht mehr, er konnte nur noch eine halbe Sekunde langsamer fahren als zuvor ... Reifen? Wir wissen es noch nicht, trotzdem gewann er das Rennen, well done! Und Mechaniker "Daddy" machte keine Fehler ... Levins Kommentar: "... abgesehen von den verschlissenen Bremsbelägen, welche er vergas zu ersetzen und ich somit in einem Lauf keine Bremsen hatte, war es ok“.
Severin Für dieses Rennen war Antonio der Mech von Severin, und er brach in Tränen aus als er seinen Kart sah… alt und schief, was für ein toller Job! Severin noch nicht vollständig vertraut mit den KF3-Motoren und dem Vergaser-Setup, aber er schaffte den 2. Platz im Quali. "Mit den neuen Slicks machte ich noch einige Fehler, da das Chassis eine Weile brauchte um Grip aufzubauen“, meint er.
Im ersten Lauf in der Startaufstellung konnte er den Motor nicht sofort starten, und nur mit Verspätung konnte er in die Einführungsrunde gehen. Dann, auf der äusseren und schmutzigen Seite, hatte er einen Super Start und ging in Führung, verlor aber wieder einige Plätze und kam als Dritter ins Ziel.
Im zweiten Lauf, gestartet vom 3-ten, hatte er einen guten Kampf um Platz 2 welchen er gewann ... er kam mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück, da er diese fights liebt.
Ab ins Finale vom 3. Platz, „mein Motor sprang wieder nicht an, so musste ich mit einer halben Runde hinter dem Feld los“. Dann berührten sich die beiden Kart vor ihm und einer der Streithähne flog von der Strecke, Severin konnte seine Position halten aber er hörte zunehmende Fehlzündungen aus seinem Motor. Nach ein paar Runden verlor sein Motor an Leistung… später fanden wir heraus, warum: Der Sensor der Abgastemperatur fiel heraus, so das ein offenes Loch im Auspuff war. Er spürte schon den Atem der Gegner im Nacken, konnte aber das Rennen auf Platz 2 beenden, toller Abschluss! Unter diesen Umständen sehr gut gemacht, auch wenn der geplante Sieg sich wohl etwas verzögert.
Wir hörten dann später, dass Severin sogar gewonnen habe, der Erste wurde disqualifiziert wegen einem falschen Vergaser. Seine Reaktion war „naja, nicht lustig so zu siegen“. Einen Augenblick später hörten wir, dass auch WIR disqualifiziert wurden… wegen dem Loch im Auspuff... was ist passiert? Seit diesem Jahr gibt es einen neuen Auspuff mit einem Anschluss für Temperatursensoren. Zum Einschrauben des Sensors muss im Anschluss ein kleines Loch gebohrt werden. Da unser Sensor nicht in diesen Anschluss passte, haben wir das genau gleiche Loch einfach neben diesem Anschluss gebohrt… NICHT ERLAUBT! Wir wussten dies nicht, einige andere jedoch schon ... „was weh tut ist nicht die Disqualifikation, Regeln sind Regeln, auch wenn es mich keinen Tausendstel schneller machte“ sagte Severin, „aber dass es ein Freund den Offiziellen hinter unserem Rücken erzählte, dass tut viel mehr weh.“
Vielen Dank für die guten Motoren und an Antonio, der Mechaniker von Severin. Danke für die Hilfe und vor allem die guten Gespräche nachdem diese Dinge passierten ... und für die Red Bulls um wach zu bleiben während der langen Fahrt nach Hause.
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Wohlen, 5. April 2010
Das erste Rennen des ROK Cups 2010 ist auch schon Geschichte. Am Morgen regnete es noch leicht, doch danach nahm die Sonne das Zepter in die Hand und gab es bis am Abend nicht mehr ab. Dass gleich nebenan Neel Jani, ein A1 GP Weltmeister, seinen Kart vorbereitete, brachte zusätzliche Spannung ins Spiel.
Und mit Fredy Lienhard war auch ein ganz Grosser des Motorsports, erfolgreicher Unternehmer und zudem Hauptsponsor des ROK Cups auf dem Platz! Ansporn genug also, es heute besonders gut zu machen! (naja, das ging bei Mechaniker Papi dann leider etwas in die Hosen…)
Levin Sein erstes Rennen von den Junioren her kommend, zusätzliche Spannung wo er stehen würde. Im morgendlichen Training im Regen gut unterwegs, doch im Zeitfahren im Trockenen fuhr es sich mit einem Regen setup nicht sooo gut; es war ein Poker, nur 5 Runden früher Schluss und die Startaufstellung hätte anders ausgesehen.
Der erste Lauf schon mit Sonne, liess er dann nichts anbrennen und schoss sich in Führung. Dies ging auch so lange gut, bis sich eine Schraube am Chassis unten löste und sich langsam und funkensprühend abraspelte. Da dies wohl einige Energie erforderte, fehlte diese am Hinterrad und die Konkurrenz konnte ihn leicht überholen, Schade! Er rettete sich noch auf Platz 3 ins Ziel, aber eh egal da auf der Waage 800g Untergewicht festgestellt wurden, Mist (hat der tolle Mechaniker-Papi zu wenig Kaffee getrunken?).
Das hiess im zweiten Lauf von ganz hinten los, Start gut, und auf P3 liegend wurde er von einem loosen rechten Vorderrad eingebremst (der tolle Mechaniker-Papi hat definitiv zu wenig Kaffee getrunken!)
Zudem bröselte der Kolben oben ab, ein Phänomen der neuen GP ROK Motoren auch bei Konkurrenten, deren Ursache wohl in einer falschen Zündungseinstellung des Herstellers liegt. Also für den Final noch einen Austauschmotor gekriegt und das setup verändert, da er über starkes Untersteuern klagte.
Im Final von P7 los… und nach 2 Runden war sein Rennen bereits vorbei da die Wassertemperatur des Motors 110° anzeigte und er vorsorglich abstellte, schade! Doch auch wenn die Wasserpumpe gehalten hätte, es wäre nicht sein Rennen geworden, da wir anstatt eines 11-er ein 12-er Ritzel montiert hatten…
Ein vermurkstes Rennen, der Pilot machte es gut, der Mechaniker weniger…
Trotzdem gut zu sehen, dass er als Rookie im Feld ganz vorne dabei ist.
Severin Im morgendlichen Training noch nicht so auf Touren gekommen, lief es im Zeitfahren nicht besser, auch er wurde ein Opfer des Reifenpokers und war nur auf P7 zu finden. Und da wir nicht in Regenreifen investieren wollten, zogen wir halt bereits die Slicks auf, etwas früh leider.
Der erste Lauf im Trockenen, fuhr er Position um Position nach vorne bis auf Platz 2… P1 hätte wohl nicht gereicht wenn der Führende nicht ein Motorenproblem gehabt hätte und ausrollte, P1.
Der zweite Vorlauf von ganz vorne in die Schlacht, konnte er trotz etwas störrischem Gefährt P1 halten und holte sich somit gleich Mal maximale Punkte für die Meisterschaft, was will man mehr, super!
Mit den „viel Glück“ Worten vonm Fredy Lienhard im Ohr, startete er den Finallauf von der Pole aus, mit geändertem set-up und etwas braverem Fahrverhalten passte es, er kontrollierte das Rennen und den Abstand auf die Verfolger, P1!
Einzig einige Überholmanöver von Überrundeten lenkten etwas ab, ansonsten ein „kampfarmer“ Sieg, sauber gefahren und aufs Material geschaut. Entzückt nahm er dann auch das Preisgeld von SFr. 300.- in Empfang… welches aber gleich in die Kartkasse fliesst und ihm im nächsten Training einen neuen Satz Reifen garantiert.
Trotz etwas viel Stress beim Schrauben und den dadurch entstandenen Fehlern war es ein schönes Rennen. Danke auch an die Helfer unterm Zelt, welche für den Final beim set-up geholfen haben!
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Pavia (I), Margutti Tropheo, 20. - 21. März 2010
..und das war es schon, das erste Rennen für Severin im 2010!
Etwas überraschend, da wir nur auf der Warteliste standen, wurde uns mitgeteilt dass wir starten dürfen… in aller Eile Material parat machen und dann ab nach Pavia. Obwohl wir seit dem ROK Final im letzten Oktober erst 2 Mal trainieren konnten (dafür einmal im Schnee J ), dachten wir es ist eine gute Sache, vor allem mit einem Feld von 70 internationalen Piloten. Levin griff nicht ins Steuer sondern half seinem Bruder: Er durfte dieses Rennen vor 2 Jahren ja auch einmal fahren, und solche Rennen sind halt relativ teuer.
Als wir ankamen, verschlug es uns erstmal wieder den Atem ob der schieren Zeltgrösse einiger Teams, Wahnsinn! Was da aufgestellt wurde, ginge glatt bei Formel 3 Rennen durch! Riesige Trucks und neueste Designerzelte mit Schiebetüren, uns allen stand wieder einmal der Mund offen. Wir wurden mit unserem Anhänger ganz hinten im paddock zugewiesen, da alles andere eben schon besetzt war.
Egal, Kart parat und auf ins Training, Kart und Motor abstimmen. Es gab wegen der grossen Menge an Piloten nur 4 kurze Trainings pro Tag, in zweien davon Motoren einfahren, in einem Kart abstimmen, im letzten schauen ob alles passt. Alles neu für ihn, noch nie VEGA Reifen gefahren, Vergaser abstimmen auch nicht mehr wirklich…
Dann hiess es auch schon Zeitfahren: Severin fuhr sehr gut… nur leider nicht frei sondern in einem Pulk mit anderen Fahrern. Schade, nur Platz 16, anhand der Telemetrie sahen wir dass ein Platz ganz vorne möglich gewesen wäre. Severin schnaubte, aber durch Schaden wird man klug. Und er ist es sich halt nicht gewohnt, in so einem grossen Feld zu fahren.
Dann ging es ab in den Ersten von 3 Vorläufen; 70 Piloten versuchten dabei mit dem Messer zwischen den Zähnen einen von 34 Finalplätzen zu ergattern, und prompt flogen in der ersten Kurve die Fetzen resp. die Karts. Severin konnte ausweichen und fuhr einen Platz nach dem anderen nach vorne, bis das Rennen nach 10 Runden und er auf P4 abgewunken wurde! Jaja, geht doch, das sahen wir schon im Quali.
Im zweiten Lauf wiederum ein toller Start, den verschiedenen Meinungsverschiedenheiten bezüglich Vorfahrt ausweichend lag er in der ersten Runde bereits wieder auf P9, als ein etwas ungestümer Mitbewerber keine andere Überholmöglichkeit sah als mit Schieben beim Anbremsen… Severin kreiselte schwungvoll von der Bahn und fuhr danach dem Feld nach; 10 Runden sind zu kurz um noch Stricke zu zerreisen, nur P25.
Im dritten Lauf muss es passen! es fing leicht an zu nieseln und die Piste wurde langsam feucht. Die Piloten, welche Anfangs noch Slicks montiert hatten, wechselten nun im hinteren Teil der Startaufstellung seelenruhig auf ihre Regenchassis um. Nun, wir haben kein Regenchassis und wollten deshalb die Regenreifen aufziehen. Naja… es blieb beim Wollen, da uns ein Kommissär unmissverständlich mitteilte, das sei verboten. Sogar gutes Zureden seitens des Chefs des Reifenlieferanten VEGA fruchtete nichts, und so musste Severin im Regen mit Slicks antreten… keine Chance und Rundenzeiten von über 10s langsamer als der Rest des Feldes, dunkle Rauchwolken entwichen seinem Helm…
Das hiess somit Hoffnungslauf am Sonntag Morgen: Wohl immer noch mit einiger Wut im Bauch fackelte er beim Start nicht lange und schoss sich im wahrsten Sinne des Wortes an die Spitze. Super, P1 mit schnellsten Rundenzeiten!
Also im Final von P28 los… naja, auch nicht unbedingt das was er sich vorstellte, aber wenigstens dabei. Der Start wiederum gut, er roch die sich anbahnenden Haufen und wich aus. In diesem Lauf summierten sich wohl die gemachten Erfahrungen, sich mit Angreifen zurücknehmen, zu heftigen Kämpfen ausweichen und mit Köpfchen durchfahren. Das war somit ein guter Lauf, und es reichte mit P9 sogar unter die Top 10.
Sein Ziel Top10 erreicht, gut gefahren, wenig Fehler gemacht und vor allem viel gelerntes umgesetzt.