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ROK Finale in Lonato (I), 18.Oktober 2008

tolle Stimmung

Severin als Gesamtzweiter des „lista office LO ROK Cups“ in der Schweiz war direkt qualifiziert, an diesem tollen Event teilnehmen zu dürfen.
Levin wurde eine wildcard angeboten, somit durfte auch er fahren, super! Wir freuten uns sehr auf diesen Anlass, von dem alle schwärmten…und wurden nicht enttäuscht! Wir reisten am Donnerstagmorgen früh an…genau: Tagwacht um 02.00, um dann schlappe 5 Stunden durch die Nacht zu schaukeln Richtung Südosten. Wir fanden noch ein kleines Plätzchen und durften uns im Tony Zelt auch mit dem PCR von Levin installieren. Das ganze paddock war bereits voll mit Zelten und Leuten aus der ganzen Welt! Diese Atmosphäre ist schon sehr speziell und eindrücklich!

laaangweilig

Severin
Im Training am Samstagmorgen mit 0.5s hinter den Schnellsten auf P7 von 42, nicht schlecht, das hatten wir erwartet weil die italienischen Lokalmatadoren extrem schnelles Material mit dabeihatten! Aber während sämtlichen Trainings plagten uns Motorenprobleme mit plötzlich auftretenden Aussetzern. Im Zeitfahren ging sogar gar nichts mehr, und mit stotterndem Motor kam er nach einer Runde rein…na toll, letzter Platz!

Wir wechselten Alles, was man wechseln kann: Motor, Zündkerze, Benzinpumpe, Batterie, Kabelbaum…und hofften. Da es nur einen einzigen Vorlauf zum Qualifizieren für in den Final gab, hiess es „Alles oder nichts“. Von ganz hinten lief er auf P11 ein, Rundenzeiten noch 0.3s zurück, das lief ja endlich mal gut…trotz Aussetzern und Rempeleien!


war schnell, aber...

Im Final dann wieder einen guten Start, wo er sich gleich einige Konkurrenten schnappte. Er war bereits bis P7 vorgefahren, da knallte es direkt vor ihm und er musste wohl oder übel über die Wiese und Kerbs ausweichen…husch, das halbe Feld an ihm vorbei! Mit letztem Einsatz das gleiche Spiel nochmals, aber der Motor lief nun nicht mehr optimal, er hat wohl beim Ausritt etwas Sand erwischt. Trotzdem noch bis P22 nach vorne, und dann wurde das Rennen auch schon abgewinkt, Schade!

Seves Mech Ralph

Quintessenz: Ganz vorne ist es immer noch am sichersten zu fahren, und ein zerstörtes Zeitfahren ist nur noch schwer aufzuholen. Aber die ganze Fighterei hat natürlich Riesenspass gemacht!

Riiiesenbuffet...


Levin
Am Freitag 4 freie Trainings, wir versuchten das Chassis und den für uns neuen ROK Motor abzustimmen. Zudem waren die Reifen breiter und weicher als bei den KF3, auch da Neuland. Es gelang mit gemischtem Erfolg, da das Chassis wieder nachgab, obwohl wir es mit viel Kraftaufwand richteten.

wo rohe Kräfte walten...

Im letzten Training war Levin hinter einem anderen Fahrer und setzte zum Überholen an, da drehte es einen anderen Kart vor den Beiden…der Pilot vorne mit freier Sicht konnte noch ausweichen. Levin dahinter ohne Chance streifte mit dem linken Vorderrad den stehenden Kart…das linke Vorderrad wurde vom Chassis abgerissen, Hinterachse krumm, Chassis krumm….Abbruch! aber das Wichtigste: Allen Beteiligten ist dabei nichts passiert! Nur…wir hatten jetzt kein Chassis mehr…wäre da nicht Ferdy von Euw gewesen…!

Nachtarbeit...


Er fragte bei Tony nach einem Mietchassis und ob sich da noch was machen liesse. Es liess sich! und Leve strahlte ob der Nachricht natürlich über alle 4 Backen, und bevor ich richtig verstand was geschah waren mehrere grün gewandete Leute im Zelt, um den Sitz einzubauen, Pedale anzupassen, den Motor zu wechseln…Wahnsinn! Bekannte halfen beim Bekleben, und nun durfte er also ein Tony am Rennen fahren, wer hätte das gedacht! „Merci viu mau“ an Alle, die so hilfreich waren, das war ganz toll!

neues blaues Kleberchen (danke, Urs!)

Am Samstag dann hatten wir zum ersten Mal überhaupt einen Mech engagiert, da ich langsam aber sicher wohl akzeptieren muss, dass es ab Junioren alleine mit zwei Piloten einfach nicht mehr geht. Unser Mech Ralf war selber ein Kartcrack, und wir freuten uns sehr auf ihn. Levin hatte nun lediglich ein „warm-up“ Zeit, sich an das neue Chassis zu gewöhnen. Danach im Zeitfahren 17-er von 61, mit 0.5s zurück. Im ersten von drei Quali-läufen, trotz schlechtem Start auf der Aussenbahn, 19-er aber nur noch 0.3s zurück und Anfangs mit gleichen Zeiten wie die Spitze, geht doch! Im zweiten Vorlauf das gleiche Bild, 12-ter mit mit nur 0.3s zurück! Im dritten Vorlauf sogar auf P7, viele gute fights und sogar lange auf P5…aber die Kräfte liessen nach...schaut man sich die anderen „Junioren“ an, ist Levin daneben ein kleiner Stumpen! und die weicheren Reifen und höheren Kurventempi schlauchen halt schon mehr!

unten gelb, oben grün...

Im Final dann, für welchen er sich auf P27 qualifiziert hatte, fuhr er noch bis P18 nach vorne. Wobei es auch gut P7 hätte werden können, oder rausfliegen da es immer wieder krachte und sich die Jungs in die Kisten fuhren. Man merkte aber schon, dass er seit der SM in Chiavenna 2 Monate lang nicht mehr fuhr, und das rächte sich nun und ist uns eine Lehre. Also, trotz Allem…well done!

volle Ränge...

So, das war also bereits das letzte Rennen dieses Jahres, und einmal mehr kam es ganz anders als wir meinten. Herzlichen Dank an unseren Mech Ralf für seine Hilfe, an Ferdy fürs organisieren des Chassis und alle anderen, welche uns so toll geholfen haben.

Super Anlass!

Videos der Rennen...

Ranglisten...

ROK homepage...

Ein Jahresberichtli folgt natürlich auch noch…

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SM Finale, 11. Oktober in Wohlen (CH)

In Wohlen fand der letzte Lauf zur diesjährigen Schweizermeisterschaft statt. Die Felder leider weiter geschrumpft, das gibt zu denken...bei den Junioren (KF3) waren gerade noch 9 Nasen angemeldet…!

fffllitzzz...

Levin fuhr nur im Training am Samstag, da wir nicht für ein Rennen noch unseren Motor tunen wollten. Und wir staunten nicht schlecht, dass er von den Zeiten her bei den Schnellsten war! vielleicht weil es eine „langsame“ Piste ist, wo die Motoren nicht so entscheidend sind?…und auch das krumme Chassis nicht so zum tragen kommt.

grün in grün...

Severin wollte dieses Rennen mit dem ausgeliehenen Tony Chassis zum Angewöhnen fahren, da er eine Woche später damit in Lonato am ROK Finale antritt (das PCR ist nicht homologiert).  Er war damit in allen Trainings auf Anhieb unter den Schnellsten, die grünen Rohre liefen hingestellt wie geschmiert…obwohl wir nicht wirklich genau wussten, wie das Teil abstimmen. Aber die Tony Leute meinten lapidar, nur nicht zuviel dran schrauben, es geht auch so. Sprich: Pole im Zeitfahren, SUPER! Endlich kann er es wieder fliegen lassen, ohne lästige Chassis Probleme. Wir wissen aber immer noch nicht, warum das PCR plötzlich nicht mehr läuft wie Anfangs Jahr, vielleicht ist es irgendwo leicht angerissen? Jedenfalls  krumm ist es nicht mehr, wie auch immer…

...und rein!

Dann den ersten Vorlauf gewonnen, und im zweiten Vorlauf wohl im schieren Übermut und Freude einen Fehler, und er verhedderte seinen Spoiler im Nahkampf in einer Heckstosstange und sammelte etwas Sand auf… wurde aber noch fünfter…trotzdem noch Glück gehabt!

die ersten 10

Im Final einen tollen Start und gleich an die Spitze, aber es wurde dauernd gefightet womit keiner der Rackers so richtig wegziehen konnte. Harte fights und viele Wechsel an der Spitze, es war Super- spannend und schlussendlich ging Seve als 2-ter durchs Ziel, well done! Zufrieden, aber trotzdem etwas zerknirscht rollte er zur Waage, und kurz darauf wusste ich auch wieso: Zufrieden weil er sich im Chassis pudelwohl fühlt, etwas sauer weil er seinen Angriff in der letzten Runde machen wollte aber das Rennen vom Rennleiter wohl eine Runde zu früh abgewunken wurde…anyway, schnellste Rennrunde gefahren ist doch auch etwas. „Das het wider gfägt!!!"

Hier das ASS Klassement Superminiund danke an Karl Senti für die tollen Fötelis!, mehr zum Rennen auch hier...

Das letzte Rennen ist der ROK- Weltfinal in Lonato (I) am 19. Oktober, wir freuen uns riesig auf diesen MEGA Anlass!

Seve ist als 2-ter im ROK Klassement qualifiziert, und Levin wird als „Wildcard“ Teilnehmer bei den Junioren fahren dürfen.

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ROK Cup Finale, 14. September in Ottobiano (I)


 


Freitagnacht, im Mondschein ab nach Ottobiano, Ankunft im Regen am frühen Morgen, na toll! Es fährt nur Severin, da Levin noch für sein EM Rennen „bezahlt“ und seinem Bruder mitschraubt. Die Trainings  verliefen gut, im Regen zuerst auf Slicks übend, anschliessend mit den Regenreifen hatte er sichtlich Spass beim fliegen lassen, das sah richtig gut aus und er war bei der Musik. Das Ziel war klar, als Gejagter wollte er seine Führung verteidigen und sich den Titel holen.



Am Samstag war es dann trocken, und das Ungemach nahm seinen Lauf…uns fehlte EINE volle Sekunde(!) auf die Schnellsten. Das heisst, wir verloren in jeder Runde über 22 m!!! Der Motor noch frisch, das Chassis ok, Seve fuhr einen sauberen Strich…mir schwante Böses. Nun Gut, also bauten wir um Richtung mehr Grip…nichts; also alles umgebaut Richtung kein Grip…nichts. Halb-halb…? auch Nichts! Das gibt’s doch nicht! Und es war offensichtlich, im Vergleich zur Konkurrenz rutschte er nur in der Gegend herum. Zudem fehlte uns als kleines Zückerchen auch noch über 1'000 rpm auf die Konkurrenz, also Vergaser anders abstimmen. Dies wurde besser, aber wegen dem Chassis nicht soo viel besser.

Dann das Zeitfahren, mit den neuen Reifen wurde es noch schlimmer und chancenlos rutschte er um den Kurs, 5-ter. Wieder bauten wir einiges für den ersten Vorlauf um, und schon ging’s los. In der ersten Kurve beim Start rutschte er im harten Zweikampf leicht neben die Piste, konnte aber noch zurück auf den fünften Platz fahren. Danach setzte sintflutartiger Regen ein und unser Zelt konnte nur durch das beherzte Eingreifen von einigen Kollegen am davonfliegen gehindert werden, danke vielmals!!


Am Sonntagmorgen der zweite Vorlauf wieder im Trockenen (nachdem Seve so sehr auf Regen gehofft hatte). Guter Start und kurz auf P3, aber keine Chance um die Gegner zu halten, wieder Platz 5.

Der entscheidende Finallauf stand an, und wieder bauten wir um, fragten Markenkollegen um ihr set-up (danke für die Hilfe!) um noch etwas Retten zu können. Der Start wieder gut und einige schöne Fights, doch er konnte das Tempo nicht mal im Windschatten annähernd mitgehen…wieder fehlte uns eine volle Sekunde, zum Verzweifeln! Dann noch ein Fahrfehler mit Ausrutscher ins Grün hiess Platz 7, und damit war der Titel definitiv weg. Seve fühlte sich etwa gleich gut wie vor einem Zahnarztbesuch, und verliess den Ort des Geschehens in einer Mischung aus Frust, Wut und Enttäuschung. Es tat mir so leid, dass ich den Kart nicht hingekriegt hatte…als hätten wir Reifen aus Holz gehabt, keine Reaktion auf sämtliche Veränderungen!


Bitter, nach jedem Rennen bisher als Leader nach Hause gekommen, ausser beim Letzten und Entscheidenden Rennen…aber eben: That’s racing!

Herzliche Gratulationen an den Gewinner und sein Team, Mathéo Tuscher! 

Und das Tolle an diesem Tag: Seve schaffte es noch knapp auf den zweiten Platz und ist somit für das Weltfinale in Lonato am 19. Oktober qualifiziert, yeah! Aber vorher müssen wir nun noch herausfinden, was mit unserem Paket momentan nicht stimmt…! So, aber nun ist erst einmal eine „last-minute“ Woche mit Sonne, Meer und viel Sand-Burgen angesagt.


Das nächste Rennen ist der letzte Lauf zur Schweizermeisterschaft in Wohlen am 11. Oktober. Vielleicht fahren dort beide Jungs nochmals, vor dem nahenden Winterschlaf…

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SM Lauf in Chiavenna (I), 17. August 08

am pützerlen...

Und wieder runter von Bern nach Chiavenna…achja, was tut man nicht alles für die lieben Kleinen. Am Freitag nach der Schule ging’s los, Abend’s angekommen…im Dauerregen, schöner Empfang! Dieses Wochenende war im Gegensatz zu letzter Woche auch wieder das volle Programm angesagt, sprich:  Beide Piloten dürfen fahren, also alle müssen wieder ran mit Schrauben.

fröhliches Reifenwechseln...

Am Samstag fingen die Trainings bei schönem Wetter an:

Levin:
Das Wettrüsten nimmt kein Ende, und wir sind da wohl der ideale Gradmesser: waren wir Anfangs Jahr noch vorne dabei, ist nun im besten Fall (wenn Papi das Chassis optimal hinkriegt…) hinteres Mittelfeld angesagt. Levin gefrustet, wie bereits in Levier, der arme Tropf fährt jenseits von Gut und Bös im Versuch  etwas gut zu machen (und macht dann auch entsprechende Fehler). Wir überlegten uns, einmal einen getunten Motor zu mieten, verwarfen dies aber wieder da es zeitlich nur ein Gemurkse gegeben hätte (nebst den Kosten). Also, Chassis so gut es geht abstimmen (obwohl ich die Feinheiten auch nach einem Jahr noch nicht wirklich verstehe) und „Gring abe u seckle!“, was er auf der Geraden so fest tat dass man meinte der Kart fährt ohne Pilot…


Am Sonntag im Zeitfahren ohne Überraschung nur auf Rang 11, gutes Zureden wegen „nicht verzweifeln und so, wir wissen ja warum“ (zu meiner Zeit hätte ich wohl vor Frust ins Lenkrad gebissen, und ich verlange nun dass er es versteht…). Im ersten Lauf ein gutes Rennen und trotz schlechten Zeiten bereits auf Rang 5…bis das Chassis nicht mehr mitspielt und nur noch rumhüpft resp. rutscht (jajaja, wollte auch gerne wissen warum…), er wird noch Achter. Im zweiten Vorlauf ein farbloses Rennen gegen sich Selber, Neunter.

Im Final nur von Platz 11 los, ich überlege mir geniale Motivationsideen wie „versuch’ doch so viele getunte wie möglich zu schnappen, gell...“, alles quark…der Kerl will doch einfach nur gewinnen. Nach dem Start ein Tumult mit drehenden Karts vor ihm, Levin kurz 5-ter (!) muss aber einem kreiselnden Kart über die Kerbs ausweichen, die Kerbs zwingen die Spurstangen in eine nicht unbedingt dafür konstruierte Richtung… und die „losgelöste“ Batterie zerraspelt zudem unter dem Kart in ihre Einzelteile. Nun ja, um diesem Geschehen auch etwas Positives abgewinnen zu können: Er hätte nun Ende Gerade einen Top-Logenplatz zum Zuschauen…was ihm aber so ziemlich Schnuppe war.

Aus!

Irgendwie bin ich sogar froh, ist dieses Jahr bald vorbei, weil es fraglich ist ob unsere Strategie mit dem „Kistenmaterial“ im Lehrjahr eine ganze Saison durchzufahren so clever war (obwohl er vor allem Anfangs Jahr, von den Superminis kommend, viele Erfahrungen sammeln konnte und sehr viel gelernt hat).


"itz isch de fertig luschtig..."

Seve:

Am Samstag im Training mit alten Reifen dabei, alles ok. Am Sonntag im Zeitfahren mit dem Mietmotor im freien Training soweit alles ok, einfach einstellen halt noch das Ding. Obwohl ich kein Fan davon bin, gingen wir aus purer Neugier auch einmal auf diesen ominösen Motorenprüfstand. Na bitte, nicht schlecht eingestellt, geht doch. Und gleich ab ins Zeitfahren, er wird mit letztem Einsatz 5-ter, da fehlte etwas Drehzahl. Im ersten Vorlauf beim Start das übliche Durcheinander bis sich die Perlenkette gebildet hat und ihre Runden dreht. Seve kommt  bis P3 nach vorne, die ersten beiden sind einige Kartlängen entschwunden und haben auch Ende Gerade etwas mehr power, er kommt einfach nicht mehr ran.

ab ins Zeitfahren...

Im zweiten Vorlauf von Platz 3 hinter dem Poleman los, Stossstange an Stossstange, trotzdem kracht sein Nebenmann schwungvoll in seine Seite rein…tja, die Innenbahn ist begehrt…kurz zurück wegen fehlendem Schwung auf P5, aber er kann sich wieder bis P3 nach vorne kämpfen, die beiden Führenden wie im ersten Vorlauf aber einige Kartlängen entschwunden. Er kann sie noch einholen, es reicht aber trotz schnellster Rennrunde knapp nicht, Mist!

Trotzdem, guter Dritter und als solcher im Final wieder hinter dem Poleman auf der Innenbahn. Obwohl gewarnt, findet er sich beim Start nun sogar auf dem Gras wieder (genau, die begehrte Innenbahn  …) und rast Richtung Startkommissär, der sich hurtig zur Seite rettet. Seve kann zurück auf die Piste ziehen, verliert  aber einige Plätze da im saftigen Grün zu fahren vielleicht sogar noch Spass macht, aber der Reibungskoeffizient dazu ist nicht optimal... dafür wird er nun mit heissen fights belohnt, das ist doch auch etwas, und darum liebt er diesen Sport ja auch! Er kämpft sich bis auf Platz 3 zurück, die ersten beiden wieder in Reichweite…aber das Rennen ist dafür zu kurz, Platz 3.

Super Rennen, toll gefightet, mit Kopf auch mal zurückgesteckt und vom letzten Rennen etwas gelernt (weil sonst beide abgeflogen wären).



Das nächste Rennen findet erst wieder in einem Monat statt, am 14. September der letzte Lauf zum „lista office LO ROK Cup“ in South Milano, wo Seve den Titel holen will (Originalton nach dem Rennen: „itz isch fertig luschtig…“ )

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10. August: lista office LO ROK Cup, Chiavenna (I)

Bereits das zweitletzte Rennen des „lista office LO - ROK Cup 2008“ stand an, auf der immer holpriger werdenden, aber dennoch tollen Bahn in Chiavenna. Da die Jungs noch Schulferien hatten, reisten wir bereits am Mittwoch Abend an, Zeltchen aufgestellt…und ab zu den Wasserfällen baden gehen und feine Fruchtsäfte trinken!

.....

Da meiner lieben Angetrauten sehr spontan der Sinn nach Geld sparen stand, durften wir dann die Nacht wahlweise im Anhänger, im Zelt und meine Wenigkeit schlussendlich im Auto verbringen. Idealer Zeitpunkt, da ein netter Sturm aufzog! Es goss wie aus Kübeln, das Unwetter fegte fast das Zelt weg, an Schlafen war nicht zu denken, aber Hauptsache sparen (koste es was es wolle, jawoll…). Es wurde dann irgendwann Donnerstag Morgen…und die Kids konnten zum ersten Mal auf die Bahn (Levin als Training, er fuhr das Rennen nicht da wir an der EM Quali waren). Am Abend dann durften wir in unser Zimmer auf dem nahen Bauernhof gehen und konnten endlich schlafen, die Jungs blieben mit Kollegen im Zelt auf dem Kartplatz.

wenn der Vater mit dem Sohne...

Am Freitag und Samstag fuhren wir die Trainings, Seve fehlte über eine Sekunde auf die Spitze, hmmm...also dies und das geändert, aber wirklich besser wurde es nicht. Levin soweit ok, wobei er es oft „überfuhr“, zu viel wollte, manchmal ist weniger mehr (was für eine Logik…)

erst putzen, dann baden...

Am Samstag Nachmittag bereits das Zeitfahren, Seve mit rutschendem Kart 3-ter, trotz einer halben Sekunde Rückstand, soweit - sogut. Seve ist ein Fighter und wird das im Rennen schon richten. Dann nach einem ganz tollen Abend ab ins Bettchen.

...zu heiss...


Sonntag Morgen, erstes warm-up, wieder fehlt über eine halbe Sekunde…nun gut, ab in den ersten Vorlauf und mal schauen was das wird. Der Start soweit gut, als Zweiter aus der ersten Kurve, in der Nächsten ein Gerangel und Seve zurück auf P5, es läuft irgendwie einfach nicht. Zu Dritt fahren sie dann nebeneinander eine Kurve an, Seve ganz innen, der Mittlere zieht plötzlich zurück, die Äusserste somit mit Schwung und Elan rein… und 70kg Kart mit 35kg Seve drehen sich kunstvoll um 180°…die Beiden haben sich schlicht nicht gesehen. Auf zur Auf-holjagd nach vorne, es reichte noch bis auf Platz 9.


Im zweiten Lauf dann bis auf Platz 5, aber auch da schien es als ginge es irgendwie nicht. Wieder etwas geschraubt und umgebaut, andere Achse ausgeborgt …bis ein hereingeschneiter Kollege von PCR beiläufig meinte „das Kart ist doch krumm!“. Na toll…nun wussten wir immerhin, warum es seit Wohlen nicht mehr so gut lief und er oft über ein komisches Fahrverhalten klagte, und  das der Kart oft nach links zog (jajaja, ich höre die zynischen Stimmchen ob meinen Mechaniker Fähigkeiten, nur zu…man(n) ist ja Kritik-fähig!). Ich hätte wohl nach den ROTAX Bombardements in Wohlen das Chassis prüfen sollen…achja…

bequeme Siesta...


Mit einer alten Hinterachse und draufstehen und Biegen und zurückbiegen und noch ein bisschen Murksen…war das Teil schliesslich wieder einigermassen Gerade…nur hatten wir nun keinen Schimmer mehr, was-wie einstellen, da es ja eben vorher krumm war.

Also, alles so lassen wie es war, und los ging’s von Platz 5 in den Final. Start verhalten, vor ihm alles blockiert. Aber…HAHAA, er konnte wieder fahren wie üblich, das sah ja richtig gut aus, die Zeiten schnell! Er lag wieder hinter den Beiden vom ersten Lauf, während vorne die Spitze wegzog. Nur keine Zeit verlieren, und da der Kart nun wieder gut lief gleich an Beiden vorbei weil der Mittlere diesmal keine Anstalten machte auch zu überholen. Aber 2 aufs Mal geht einfach nur schwerlich…70kg Kart mit 35kg Seve…genau, 180° verkehrt rum und innerlich köchelnd ob seiner Ungeduld wieder von Hinten los. Durchs Feld mit lieben Konkurrenten, welche ihm das Leben nicht wirklich einfach machten (klar, warum auch), und kam bis auf Rang 7 resp. 6. Schade, eine Runde mehr und er hätte vielleicht noch 2 andere Jungs packen können, zu denen er grad aufgeschlossen war.

Ein durchzogenes Weekend: Zuerst ging nix, im Final schnellste Rennrunden, vom Ergebnis her das Schlechteste Rennen in diesem Jahr, und er führt das Klassement n ur noch knapp an. Tja, das letzte Rennen in South Milano im September wird es entscheiden, das wird ganz eng und spannend.

Jesi liess es in der Mittagspause im Puffo wie gewohnt krachen, und schweissgebadet gönnte sie sich danach ein kühles Bedli im nahen See.

Podest Puffo

Ganz toll, dass sich Motorsport- Crack und „lista office LO“ Chef Fredy Lienhard die Zeit nahm, ein Kartrennen zu besuchen (er ist ja bekanntlich Sponsor des ROK Cups). Die Aufregung beim Vorstart somit entsprechend gross, viele Hände schütteln und noch schnell hier und da ein Föteli machen. Danke!


Das nächste Rennen ist ein SM Lauf, auch wieder in Chiavenna, am 17. August, wo beide Jungs wieder fahren werden (mehr oder weniger…).


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20. Juli: SM lauf in Levier (F)

Und auch in der Schweizer Meisterschaft rast die Zeit dahin, bereits zwei-Drittel der Rennen durch. Wir reisten am Freitag Nachmittag mit gemischten Gefühlen nach Levier an; bei Severin auf einen guten (-einstellbaren) Motor hoffend, bei Levin auf dass die Konkurrenz nicht zu wild aufgerüstet hat. Nun, bei einem stellte sich eher Freude ein, beim anderen nicht…

ernüchtert ob dem Wettrüsten...

Levin:
Am Samstag waren einige Trainings angesagt, und wir probierten unsere beiden Motoren und so dies und das am Chassis aus, soweit alles ok. Wobei, unsere Befürchtungen wegem Aufrüsten bewahrheiteten sich leider! Will heissen, die meisten Konkurrenten hatten teure getunte Motoren gemietet bei welchen die Umsetzung von Wärme in Vortrieb optimaler gelang, sprich, mehr power! Hatten wir in Pavia doch noch vorne mitfahren können, fehlten uns nun rund 3/10 auf die Spitze. Und beim Fahren ist es halt schon ein Unterschied, ob man ums „Überleben“ kämpfen muss oder man die power hat auch anzugreifen.

in action...

Im Wissen darum am Sonntag ins Zeitfahren, Chassis und Motor eigentlich ok, Platz 8, etwa was wir erwartet hatten. Im ersten Lauf wurde es in der ersten Kurve seehr eng, Schubsereien rundherum, Racing halt. Levin kämpfte ums „überleben“, fuhr am Limit und manchmal drüber, und wurde zwölfter. Im zweiten Lauf mittendrin das gleiche Spiel, viele Kämpfe, aber es war halt schon schwerig wenn die Gegner auf der Geraden davon ziehen, wie soll man da überholen? Es ging irgendwie, und er fuhr ein ganz tolles, sauberes Rennen, auch wenn’s mit „nur“ Platz 9 nicht so ausschaut, toll!

muss auch sein...

Im Final in der ersten Kurve das gleiche Spiel, dieser schubst jenen und so weiter, einige im Kies, Levin obwohl in Rallymanier querstehend, kommt mit Glück durch und fährt danach sein eigenes Rennen, unauffällig und mit konstanten Rundenzeiten, Platz 8, mit unseren Möglichkeiten das Maximum erreicht.

Kids having fun...

Severin:

Am Samstag im Training war er ganz vorne dabei, soweit alles ok, aber eben, das Rennen ist erst am Sonntag.

cool...

Am Sonntag dann den ausgelosten Motor draufgeschnallt, und los gings. Nicht überragend, aber auch nicht schlecht, er lief gut, richtig Vergaser einstellen halt. Im Zeitfahren dann wurde er Zweiter, Toll! obwohl er meinte, er läuft noch nicht optimal.

Im ersten Vorlauf dann auf der Aussenbahn startend, schlechte Aussichten in der ersten Kurve, und so war es auch: Ein „Zügli“ dampfte innen an ihm vorbei, er aussen auf der Dreckspur schleudernd. Trotzdem kämpfte er sich zurück auf P3 und beendete das Rennen auch so. In etwa das gleiche Spiel im zweiten Vorlauf, wobei ER jetzt auf der Innenbahn das „Zügli“ spielte und Zweiter wurde. Und mit dem Chassis, alles ok? die üblichen Antworten halt, jaja, alles ok…

s'Podeschtli mit den ersten 12...

Nun gut, im Final dann von P2 los…Aussenbahn, Mist! Nun, er wusste ja nun, wo der Dreck lag und somit konnte er mit Ach und Krach Platz 3 behaupten. Nach einigen Runden überholte er und war auf P2, aber sein Chassis begann nun langsam zu Kleben und mehr lag somit einfach nicht drin. Toll, Super Ergebnis!

Girls just want to have fun...

Das nächste Rennen ist dann am 10. August in Chiavenna, der Lista Office ROK Cup von Seve.

die "Bananenfresser"...


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13. Juli: EM Quali in Alcaniz (E)

Also…wo fangen wir an? Da ist in diesen 4 Tagen soviel passiert wie sonst in 4 Rennen…nun gut: Anreise Dienstag auf Mittwoch Nacht und Ankunft am Mittwoch Morgen im heissen und staubigen Alcaniz. Die Bahn praktisch in der Wüste, umzingelt von riesigen Baustellen (Formel 1 Rennbahn, Aquapark, etc.). Wir bezogen unseren Platz im Zelt von PCR Spanien und begannen das Chassis zu demontieren, Wechsel auf ein anderes Model welches scheinbar auf dieser Bahn schneller sein soll. Nach schlappen 3 Stunden Arbeit geschafft, alles vom einen Chassis aufs andere geschraubt und fertig, die Zelt Innentemperatur war am Nachmittag mittlerweile auf lächerliche 41° gestiegen…  

Am Donnerstag dann die ganzen administrativen Sachen, Einschreiben, Benzin beziehen, Reifenbons etc. und erstmals…fahren, zwei Trainings. Und gleich die erste Ernüchterung, uns fehlte auf die Spitze 1.5 Sekunden, uns fehlte es… gute Frage, wir wussten es nicht. Nun gut, das Chassi ist etwas anders zu fahren, vielleicht noch das eine oder andere einstellen, mal schauen. Mit gemischten Gefühlen fuhren wir ins Hotel, trotzend der schwarzen Wolken am Horizont.  

Am Freitag stand zuerst ein Traning zum Startprozedere auf dem Programm. In den folgenden 3 Trainings versuchten wir dann so ziemlich alles, was möglich war um das „Päckli“ zum laufen zu bringen: andere Hinterachse und Radsterne, Nachläufe und Stürze vorne, Spurbreiten und Reifendrücke, zweiter Motor, andere Zündung und anderer Vergaser…, sogar andere Linienwahl: NO WAY! wir waren immer mindestens eine Sekunde zu langsam. Nein, wir haben uns sicher nicht grad an der Spitze erwartet, aber doch auch nicht grad so weit hinten. Dann bereits das erste Zeitfahren...mit spuckendem Motor wegen irgendeinem netten Defekt…das darf doch nicht wahr sein! Nun gut, glücklicherweise gibt’s ja 2 Zeitfahren, also auf zum nächsten, allerdings nur mit einer knappen Stunde Zeit, um dem Problem auf die Schliche zu kommen. Vergaser weg und komplett revidiert (haben wir ja auch bereits vorher gemacht), Kabelbaum geprüft, Zündung gewechselt…und auf zum zweiten Versuch. Diesmal sprang der Motor nicht einmal mehr an, andere Zündkerze, auch nix. Innerlich kochend, versuchte ich Levin zu beruhigen, und das er dann in den Vorläufen ja nach vorne fahren kann…von ganz Hinten…mit 1.5s langsamer… Wir wechselten zudem zurück auf sein altes Chassis, vielleicht lag es ja auch daran?  

Am Samstag dann die 4 Qualifikationsläufe in seiner Gruppe E: In seinem ersten Lauf am Nachmittag…setzte Regen ein, also rasch einen Satz Regenreifen geholt und montiert, fürs ändern des set-up fehlte aber die Zeit. Im Vorstart Bereich Sturz und Spur etwas geändert, und los gings. Levin freute sich tierisch über das Nass und hätte dann mit seinen Zeiten so um Rang 10 mitfahren können, schnellster PCR-ler mit 0.5s schnelleren Rundenzeiten…trotz lockerer Spurstange und 30 mm zuwenig Spur! Die klassische Fehlerkette, wenn’s an anderen Orten nicht funktioniert und man eh’ schon im Druck ist, steigt die Fehlerquote… Immerhin wurde er 17-ter, und wäre das Rennen nicht nur 6 Runden gegangen wäre da noch mehr drin gelegen, zum ersten Mal konnte er es richtig fliegen lassen. Leider hörte der Regen aber auf. Im zweiten Vorlauf eine Stunde später…ging der Motor zuerst wieder nicht an, Levin als letzter und mit einigen hundert Metern Abstand dem Feld nach, ich begann nun ernsthaft an eine Verschwörung zu glauben. Mit stumpfen Waffen kämpfend bis auf Platz 18, trotzdem Riesen-Frust. Der dritte Vorlauf am Abend…und der Motor sprang wegen defekter Batterie im Zelt wieder nicht an, also im Stress noch rasch eine andere Batterie organisieren uns los geht’s. Von weit hinten bis auf Rang 14, innerhalb einer Kampfgruppe wollte er in der letzten Runde noch mehr…keine gute Idee mit diesem Päckli, und prompt zogen gleich 5 Konkurrenten (!) mit mehr Schwung auf der nächsten Geraden an ihm vorbei, 20-ter. Immerhin, wenigstens einmal fahrerische Erfahrungen im Zweikampf gemacht anstatt drei-Viertel des Rennens das Feld aufholen.  

Am Sonntag Morgen im warm-up ging der Motor fest…kein Wasser! Ich überlegte, ob mir jemand irgendwo irgendwas ins Essen oder Trinken gemischt haben könnte, was ist nur los? Also, wieder den Kisten Motor drauf und auf zum letzten Vorlauf (wir waren wohl die einzigen mit ungetuntem Motor). Beim Vorstart ging der Motor…WIEDER NICHT AN an, man kann es fast nicht glauben! Also, das letzte noch nicht gewechselte ersetzen, den ganzen Kabelbaum, Stecker ebenso und mehr Zeit blieb nicht also auf zum Rennen. Noch 1 Minute, 30 Sekunden, Start, alle fuhren los…Levin steht!!! Innerlich heulend resp. eigentlich nur noch hysterisch lachend haste ich zu ihm, der Motor anlassert nur sinnlos vor sich hin. Kerze raus, neue rein, Nix. Vergaser auf, Nix, Vergaser zu, Nix. Das Feld bereits beim Start vorbei, ein letztes hoffnugsloses Rütteln an Kabeln und Zündbox…und er springt an. Das ist doch ein neuer Kabelbaum, hallo? anyway, dem Feld hinterher, mit relativ schnellen Rundenzeiten immer näher ans Feld…aber eben nur 6 Runden, zu kurz, Rang 20.   Das war’s dann, keinen Einzug für in den Final am Sonntag, was unser Ziel war. Trotzdem einmal mehr seehr viel gelernt, klingt zwar mittlerweile etwas abgedroschen, ist aber so, und für das ist das Lehrjahr ja da. Vor allem auch organisatorisches und Material mässig. Wir waren einmal mehr beeindruckt von den grossen Teams, professionell wie in der Formel 1, ein Wahnsinn. Wobei das eigentlich gar nicht in den Kartsport hingehört, so wird immer alles noch teurer.
Material ab ins Anhängerchen, und in der Nacht zurückgondeln in die Schweiz…und dabei viiiiel Zeit zum Nachdenken gehabt.   Und wegen den fehlenden Fotos: Da hatten wir leider keine Zeit mehr dazu, beim besten Willen nicht.   Das nächste Rennen ist am 20. Juli in Levier, der 4. Lauf zur Schweizer Meisterschaft.

www.motorlandaragon.com/index.aspx?lang=GB

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5. Juli: lista office LO ROK Cup in Wohlen...

Bereits das drittletzte Rennen des ROK Cups, wie die Zeit vergeht…

Wir reisten am Morgen an, Zelt aufgestellt und bereits ab ins erste Training.
Severin hat ja eigentlich mit Wohlen gute Erfahrungen gemacht, gewann er doch bereits einige Rennen hier, auch 2 ROK Läufe. Und prompt war er in den freien Trainings schnellster, wie immer meinte er lapidar auf Rückfragen wegen dem Chassis „alles ok“ (ich könnte ihn wohl mit einem alten, rostigen Rasenmäher rausschicken, es wäre immer noch alles ok…). 

Seve inmitten der ROTAX-Panzer...

Nun gut, das Zeitfahren gewann er trotzdem, Super! Von vorne aus ist es im Rennen immer einfacher…von Vorne? Mitnichten! Leider mussten die ROKer zusammen mit den ROTAXern fahren. Ungleiche Ellen, die ROTAX 20kg schwerer und aus dem Eck raus mit 125ccm viiiel mehr power, sprich: fast nicht überholbar. Somit war Seve als bester ROKer auf Startplatz 4 eingeklemmt von ROTAXern. Im ersten Lauf kam es so, wie es in dieser Konstellation wohl kommen musste:
Crash in der ersten Kurve, viel zu optimistisch bremste jemand die Kurve an…aber 20kg mehr wollen auch erst abgebremst werden, und es bot sich idealerweise Seve dazu an. Toll, von zuhinterst dem Feld nach, noch kurz bei Paps vorbei weil da noch ein Geräusch von der Hinterachse kam…zum Vergessen. Im zweiten Lauf von hinten los, nochmals gesagt „halte Dich von den ROTAX fern“, und er steht bereits in der ersten Kurve wieder draussen, torpediert von einem Mitstreiter dessen Name uns grad entfallen ist und welcher sein erstes Rennen bestreitet.... Mit kaputtem Kart steht er schon wieder in der Wiese, Helm bleibt aus verständlichen Gründen auf...groll.....

Abschuss 2...

Somit als Letzter los in den Final, eigentlich ohne Illusionen in dieser Konstellation. Start war gut, und Seve arbeitete sich konstant nach vorne, keine Ahnung wie er an den ROTAX vorbeikam, auf alle Fälle tauchte er plötzlich auf Rang 4 auf, dann 3, dann noch 2 ROTAX vor ihm, und die schnappte er sich auch noch, dann den Zweiten noch aber das war’s dann definitiv. TOLL, wer hätte das gedacht? Noch Zweiter nach diesem Chaos am Anfang, Rennsport pur! Super!

am Studium, wie man die Dinger überholt...

Und bei der Preisverteilung zielgerichtet zuerst zum Couvert, wer braucht schon einen Pokal…ups…

Das nächste Rennen ist die EM Quali von Levin in Alcaniz am 13. Juli.

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16. Juni: SM Lauf in Pavia (I)...

Puuuh, schwarz ist die Nacht, und Schwarz war dieses Weekend…und teuer! und Anstrengend! und Nass! und überhaupt…!
Ob wir überhaupt darüber berichten wollen? ehrlich gesagt lieber nicht, trotzdem hier die nackte Wahrheit vom 3. Schweizermeisterschaftslauf in Pavia(I), an welchen wir am Freitag Mittag anreisten, noch guter Dinge und frohen Mutes.

Pavia, schöne Piste und grosses Paddock... 

Seve:
In den Trainings hatten wir zuerst wieder die gleichen Probleme wie bereits eine Woche vorher am BC, die Suche nach dem richtigen Level Grip. Wir versuchten dies und das, und plötzlich fanden wir etwas was so halbwegs den richtigen Grip hergab. Soweit-sogut. In einem freien Training gab einer unserer beiden Motoren den Geist auf, resp. Levin berichtete etwas von komischem Geräusch…hm, also Motor weg und den zweiten drauf, Trainings früh fertig gefahren und…den Match Schweiz-Tschechien geschaut!

Am Sonntag im warm-up alles ok, er war vorne dabei. Im Zeitfahren spät aufgebaut, trotzdem 4-ter, super! Im ersten Vorlauf dann einen guten Start und besonnen sich als 4-ter eingereiht, kurz darauf bereits 3-ter und schloss langsam zum zweiten auf! wir trauten unseren Augen nicht, das Päckli schien nun zu passen, er fuhr die zweitschnellsten Zeiten des Felds…bis sich in der 3-letzten Runde das Pleuellager seines Motors spontan dazu entschloss, den Dienst zu quittieren. Dabei verteilten sich selbige Überreste gleichmässig im ganzen Motor, worauf auch die anderen beteiligten Teile keine Lust mehr verspürten, ihren Aufgaben nachzukommen. Nun ja, da standen wir also nun, mit beiden Motoren im Eimer. Achja, und dann war da ja auch noch ein zweiter Pilot, der auch noch betreut sein wollte, hach, wie da die Schweissperlchen trieften und ich mir Ernsthaft Gedanken darüber machte, die Jungs zum Briefmarken sammeln zu animieren…

" - zensiert - "

In der Mittagspause entstand ein neuer Motor, aus 2 mach 1, unterer Teil vom defekten Motor vom Samstag (ein Stück Kolben war weggebrochen…), der obere frisch gehont mit neuem Kolben (danke Werni), Einlass vom alten, Zündung vom neuen…auf alle Fälle lief das Teil an, 5’ einfahren auf dem Ständer und los ging’s in den zweiten Vorlauf. Von ganz Hinten war er nach einigen Runden bereits auf Platz 7 zu finden, und der zusammengebastelte Motor lief erstaunlich gut, HA!...bis zur 4- letzten Runde er langsam in die Boxen reinschlich, mit merkwürdigem Geräusch und keiner Leistung mehr…achja.

Nachdem wir den Motor dann nicht mal mehr starten konnten, war es somit definitiv vorbei. Danke an  Karl Senti und andere hilfreiche Hände und Motoren Angebote, aber die Zeit reichte einfach nicht mehr um zu wechseln. Vor allem hatte es in der Zwischenzeit begonnen zu regnen, wir hätten also auch noch das set-up einigermassen anpassen sollen, no chance. Und Levin, welcher den Regen so liebt, musste nun untätig zuschauen…bitter bittter…nicht ein einziges Mal die Zielflagge gesehen heute… (wobei wir zu Hause dann merkten, dass es nicht nur der Motor war, sondern die Hinterachse noch verrutschte und somit die Bremsscheibe und der Zahnkranz wegen erhöhter Reibung ein zügiges Rennfahren zusätzlich verunmöglichten….röichel….!!!)

Das war der erste schwarze Teil, und der zweite folgt sogleich…

AAAAAAAAH!!!

Severin:

In allen Trainings am Samstag war er vorne dabei, das Chassis lief gut. So beendeten wir das Training früher als vorgesehen.

Am Sonntag dann den ausgelosten Motor draufgeschnallt und ab in die warm-ups zum Einstellen. Wie immer, nicht einfach den schwierigen Vergaser richtig einzustellen, und Seve fährt lieber als sich mit diesem unliebsamen Teil rumzuärgern…was er aber dringendst sollte. Naja, 10-er im Zeitfahren, etwas enttäuscht schon, aber der Motor sei ok, Welten zu Mirecourt, aber er hat’s noch nicht ganz  getroffen.

Putzen muss trotzdem sein...

Im ersten Vorlauf dann nach heftigen Kämpfen nach vorne bis Rang 7, aber mit 7 Runden  war dieses Rennen einfach zu kurz, sprich: nach 5 Minuten war das Rennen schon durch, da helfen auch die 2-schnellsten Rundenzeiten wenig. Im zweiten Lauf beim Vorstart Motor aus und eine nette  Aufholjagd bis auf den 3. Rang, super. Das hiess für den Final den 4-ten Startplatz. Zwischenzeitlich setzte Regen ein, und nebst den kleineren Problemchen von Levin mussten wir noch Zeit finden, das Chassis einigermassen auf den Regen abzustimmen.

Im Final beim Start…ging der Motor wieder nach 2 Metern aus…na Super! also Anlasser rein und los, dem Feld nachjagen welches leider ziemlich schnell unterwegs war. Zu schnell, heisst: auf der Ziellinie erreicht er erst das Feld und darf als Letzter diesem nachhetzen. Trotzdem, schöne fights und ein Rang nach dem anderen aufgeholt, bis ein Konkurrent (genau, der Name ist uns grad entfallen…) nicht einsehen will das jemand schneller unterwegs ist und Seve nach dem Überholen noch seitlich in die Kiste fährt; dies hilft ungemein, da er nun die ganzen schönen fights von zuhinterst nochmals üben darf. Und…genau, er trifft nochmals auf selbigen netten Mitmenschen, welcher abermals (sogar noch vor der Ziellinie) ein hübsches Abdrängmanöver in die Wiese vollführt. Rang 15, enttäuscht und vor allem Nass zogen wir von dannen...

...röichel...

Murphys law ist zur Zeit voll am Wirken, da müssen wir durch. Das nächste Rennen ist mit Levin ein Lauf der DJKM in Ampfing als Gaststarter.

offizielle Ranglisten des ASS...


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4. Juni: LO lista office ROK Cup BC Cup in Pavia (I)

Die Zeit fliegt dahin, und bereits ist Mitte Jahr, Wahnsinn! Und es hiess Pavia, Bridgestone Cup und LO lista office ROK Cup für Seve. Das Wetter verhiess “heiss und Gewitter”, super! Wir schlugen unsere Zelte (im wahrsten Sinn des Wortes, schwitz…) am Freitag Nachmittag auf, und die Jungs konnten noch ein-zwei Mal fahren, dann war Feierabend. Am Samstag war nur 4-Mal Training, da am NM bereits das Zeitfahren anstand (dafür war dann am Sonntag früher fertig, sehr gut!). Während Seve nach seinen heats jeweils lakonisch meinte „alles ok, musst nix ändern“, set-up-ten wir bei Levin hin-und-her, kriegten aber das Rutschen hinten einfach nicht in den Griff (jaja, die Gretchenfrage: rutscht’s wegen zuviel oder zuwenig Grip…seufz…)

gelbe Phase in grüner Epoche...

Severin:
Kurzversion: Zeitfahren, beide Vorläufe sowie Final gewonnen. 

(Da dies grad etwas kurz wäre, hier etwas ausführlicher…)

Das Zeitfahren am Samstag Nachmittag konnte er für sich entscheiden, der Motor lief wieder und das Chassis war auch ok. Am Samstag Abend dann gemütlich Essen und früh ins Körbchen. Sonntag Morgen im ersten Lauf von der Pole gestartet, baute das Chassis etwas spät auf, es reichte jedoch um als Erster mit etwas Abstand an der Zielflagge vorbei zu fetzen. Schnell Seve’s Reifendruck gemessen, zusammen kurz gejauchzt…und rüber zu Levin sprinten (er kam in der KF3 immer nach den Superminis dran); finde ich ganz toll, so bleibt man jugendlich fit und munter…!

Für den zweiten Vorlauf bauten wir dann den ganzen Kart um, änderten den Sitz sowie die Achse, Übersetzung und Spoilereinstellungen…??? nur geträumt: Dreimal raten was Seve’s Antwort wegen allfälligen Änderungen war…genau, „alles ok, nix ändern“…okokok, dann halt nicht! Er gewann auch den zweiten Vorlauf, wieder baute das Chassis etwas spät auf, aber er wollte ja nix geändert haben, selber Schuld ;)

fetzzz....

Im Final dann das gleiche Spiel, wobei am Anfang zuerst ein Dreikampf entbrannte wegen…genau, das Chassi und Seves Weigerung etwas zu ändern…aber der Final ging länger, und somit zog er langsam davon und gewann auch diesen, Super! Ich konnte sein Grinsen unter seinem Helm förmlich spüren, nach dem Desaster an der SM in Mirecourt war das Balsam auf seine Wunden. Und mit dem Couvert, welches er zuoberst auf dem Podest entgegennehmen durfte, waren die Reifen von ihm und Levin bezahlt! Danke vielmals! Wir schauen dem SM-Lauf in einer Woche, wiederum in Pavia, mit gemischten Gefühlen entgegen, da man auf dieser Piste noch mehr als in Mirecourt einen guten Motor braucht…hoffentlich hat er diesmal dann mehr Glück beim Motorziehen.

ROK-Sieger

Levin:
Wäre das ein Film gewesen, der Titel hätte gelautet „Verzweifelt gesucht…“, oder „Rutschender Gummi auf heissem Asphalt“…oder so. Kurz: Bis in den Final kriegten wir das Chassis einfach nicht hin; wir waren schon etwas enttäuscht, da es in Mirecourt mit dem set-up so gut geklappt hatte. Nun, wir wussten einfach nicht ob da zuviel oder zuwenig Grip war, und bei den jeweiligen Änderungen in die einte oder andere Richtung wurde es nicht wirklich besser. Im Zeitfahren  Achter, mit 0.6s zurück, Mist.

Am Sonntag Morgen war ihm zudem noch schlecht, und er hat in der Nacht fast nicht geschlafen (wahrscheinlich hat beim Schwimmen Wasser aus dem kleinen See geschluckt…).

Im ersten Vorlauf konnte er auf den 4. Platz nach vorne fahren, aber nur mit grösster Mühe und dem Messer zwischen den Zähnen , noch 0.3s Rückstand, schon besser. Im zweiten Vorlauf machte er einen Fahrfehler und kam etwas auf die Wiese, und schon huschten einige Konkurrenten vorbei…9-ter. Im Final dann hatte er einen tollen Start und war kurzzeitig 2-ter…aber nur auf Zeit, das Chassis war leider nicht besser eingestellt, und so konnte er Rang 5 noch ins Ziel bringen. Zufrieden wegen seiner guten Fahrt, etwas enttäuscht wegen dem immer noch rutschenden Chassis. Hoffen wir, dass es mit den Dunlop Reifen nächstes week-end besser gehen wird.

kurz zweiter...

Jesina liess es mit ihrem Puffo wieder richtig krachen und überholte 2 Konkurrenten in jeweils waghalsigen Manövern; sie reizte ihr Material bis zum äussersten Limit aus, und es kam wie es kommen musste: Es riss ihr die Kette vom Zahnkranz! ein freundlicher Helfer eilte zu Hilfe, doch es war nichts mehr zu machen, sie musste aufgeben. Triefend und dann doch ein bisschen glücklich nahm sie in der Hitze ihren Pokal in Empfang.

rutsch...

Die Rennen am Sonntag waren früh fertig, und so waren wir bereits um halb elf zu Hause, toll! Wir freuen uns nun auf das nächste Week-end, wieder in Pavia!

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24. Mai: 2. Lauf Schweizermeisterschaft in Mirecourt (F), 18. Mai

Wir reisten am Samstag an, gemütlich aufgestanden um 3 Uhr früh und raufgondeln durch die idyllischen, engen Dörflis, hach…! Angekommen und hurtig Zelt aufstellen, und bereits ging’s los:

kleines Nickerchen muss sein...

Levin:
Am Samstag lief’s von Beginn weg erstaunlich gut, und bis zum letzten heat erwarteten wir, dass die Konkurrenz nun ihre Raketen montieren würde, aber nix passierte, Levin immer noch vorne dabei. Nun gut, warten wir ab mit neuen Reifen und wo wir dann stehen werden.

ich bin gaaanz ruhig und entspannt...

Nach dem Zeitfahren wussten wir es…2-ter! Toll! Aber auch weniger toll, da es die Aussenbahn ist, mit einer schnellen Rechts nach dem Start…nicht gut. So war es auch, im ersten Lauf dockte die Konkurrenz auf der Innenseite zum intercity zusammen, da war kein reinkommen…im Gegenteil. Trotzdem, am Schluss nach einigen fights guter 4-ter Platz, so auch im zweiten Vorlauf. Im Final dann schon wieder vom vierten Startplatz,auf der Aussenbahn los (diesen Platz hatte er scheinbar gebucht) und nach einigen Runden wurde er auf Platz 2 gesichtet, jedoch bereits ein paar Sekunden hinter Yves  welcher in Ruhe vorne sein Rennen fahren konnte. Am Schluss des Rennens, quasi zur Auflockerung des Geschehens, dann noch etwas Regen, und dann war es auch schon vorbei. Super, 2-ter Rang, ganz toll! und gleichzeitig wieder einmal erschreckend festzustellen, wie schnell man sich an gute Resultate gewöhnt! Wir sind nun gespannt auf Pavia, Levin kann’s kaum erwarten.

...verleiht Flüügel

verirrter Supermini-pilot...?

Severin:
Nach dem durchzogenen ROK Rennen vor 2 Wochen (achja, die Zündung beim Motor war lose…) hatte Seve noch eine Rechnung offen. Nun ja, um es gleich vorweg zu nehmen, er hat sie leider immer noch offen, grösser als zuvor. Wobei es ja ganz gut anfing, am Samstag mit SM Trainingsmotor vorne dabei, wir probierten am Chassi dies –und- das aus, alles soweit ok.

nix geht, auf die Zähne beissen...

Am Sonntag dann der Mietmotor drauf, und Seve kam nach dem ersten Training mit düsterer Miene zurück. No problem, ist ja oft so dachten wir, bis er diesen unseligen (und mittlerweile sicherlich national bekannten und allseits beliebten…) Vergaser auf die Reihe kriegt. Doch diesmal leider nicht…im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Ohne seinen Leidensweg mit all seinen netten kleinen Facetten nochmals zu beschreiben (aber tut halt schon weh, wenn man zu Dritt auf der Geraden überholt wird), er hatte schlicht keine Chance. Doch was einen Mann nicht umbringt, macht ihn stärker, jawoll!. Somit wird Seve nun wohl seeehr stark nach Pavia reisen, und langsam ist er richtig sauer ob all den technischen Gebrechen dieses Jahr! Aber wie wir ihm auch sagten: That’s racing!

der Roller lief klaglos... 

abhaken und weiter...

Wir freuen uns auf das nächste Rennen in Pavia, der ROK Cup von Seve, bis dann!

Klassement ASS...

Ranglisten...

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6. Mai: 2. Lauf Bridgestone Cup in Mirecourt (F)...

Die Wetterprognosen für Mirecourt waren gut, der Anhänger geladen, und so nahmen wir den beschwerlichen Weg in Angriff. Nachdem wir unzählige kleine französische Dörfer auf der Durchfahrt studieren durften, kamen wir endlich an…und staunten nicht schlecht ob der Aufstellung des Fahrerlagers: Oben bei der Piste standen massenweise Camper und Wohnwagen, während zum Schrauben praktisch kein Platz mehr da war und wir somit etwas unterhalb des Platzes  unser Zeltchen aufstellen mussten. Naja, auch gut, etwas weg vom Schuss, so hatten wir unsere Ruhe. 

Papi hat ja sonst nix zu tun...

Dann Freitags zum ersten Mal auf die Bahn, die Jungs drehten ihre Runden und lernten die Piste  kennen. Levin hat noch seine beiden Motoren eingefahren (ich war froh liefen die Dinger noch, nachdem ich sie selber revidiert hatte…uff!), und schon war’s wieder Abend.

Levin:

Den ganzen Samstag über fehlte uns über eine Sekunde auf die Spitze, es rutschte und klemmte und es ging gar nichts. Mist! Fürs Zeitfahren volles Risiko, wir hatten ja nichts zu verlieren, und bauten das ganze set-up um…Rang 2! Das hatten wir wiederum nicht erwartet, umso grösser die Freude..und umso kleiner für mich, dass ich noch den Motor zerlegen musste und somit noch Arbeit vor mir hatte…seufz! nein, schon in Ordnung so, im Gegenteil, die Kontrollen sollten eher noch verschärft werden, aber das ist ein andere Thema. Tja, damit ging der Samstag zu Ende, Pasta Essen und ab in’s Bettchen.

...nur nichts anfassen...

Am Sonntag dann im ersten Lauf Levin auf der Aussenbahn los…hmmm, und die erste Kurve eine schnelle Rechts, gar nicht gut. So war es auch, er kam nicht rein und war irgendwo auf Rang 4 oder 5 zu finden, als irgendjemand – irgendwo - irgendwie die Kurve nicht kriegte und eine lustige Dreherei begann. Levin also von gaaanz weit hinten wieder nach vorne, mit guten Zeiten überholte er sich bis auf den 11 Rang nach vorne. Zurück in den Boxen, strahlte er auf der einen Seite und köchelte auf der anderen Seite, brummte also etwas von „wau, das het gfägt so füre zfaare“ und „dieser Voll...- zensiert - “, also gaaanz ruhig, 8 Minuten runterfahren.

Im zweiten Lauf also vom elften los, es lief gut und er lief als fünfter ins Ziel ein, super! Chassi und Motor liefen gut, ich wagte mich den ganzen Tag gar nichts mehr zu verstellen, wenn’s dann schon mal gut läuft. Achja, ich vergass die beiden Bremsscheiben, welche er sich irgendwo aufschlug und die ich wechseln musste, peanuts…(jedoch nicht für das portemonnaie!)

Finaleinlauf...

Im Final konnte er dann von Platz 7 losfahren, es war recht warm geworden und ich hatte zudem meine Zweifel ob er die 18 Runden durchhalten würde, in diesem Kurvenlabyrinth. Ausser den letzten 2-3 Runden schlug er sich gut, danach machte er einige kleine Fahrfehler welche ihm den 5-Platz kosteten und er wurde somit 6-er. Egal, tolles Rennen, hat gut gefightet, gelernt und freut sich auf die SM in 2 Wochen.

das gabs erst nach dem Final...

Severin:

Am Samstag war er wieder von Anfang an bei der Musik, und eigentlich schraubte ich gar nichts sondern liess ihn einfach nur fahren. Im Zeitfahren dann zweiter hinter dem sehr schnellen Tuscher, gegen den schien dieses Weekend kein Kraut gewachsen zu sein, mit über einer halben Sekunde Rückstand.

das Gelbe rechts zieht nach links...

Am Sonntag im ersten Vorlauf dann als zweiter los, inmitten des Supermini Feldes. Auf dieser kurvenreichen Bahn hatten die Gazelle-Motoren Vorteile, weil sie unten raus mehr power haben als die ROKs. Umso besser, kämpfen ahoi, und das ist ja Seves Lieblingsbeschäftigung! Er wurde  zweiter, jedoch weit hinter dem ersten Tuscher, der vorne wegzog. Das gleich Spiel im zweiten Vorlauf, gleicher Einlauf, worauf ich mich dann doch dazu durchrang, am Chassis etwas zu schrauben. Leider nahm ich den Hinweis von Seve nicht Ernst genug, der Motor stottere Ausgangs Kurven; ich wechselte wohl den Vergaser und die Kerze, und im Stand jodelte der Motor auch tadellos hoch, auch unter Last, alles ok. Leider nicht auf der Piste…im Final hatte er die gleichen Probleme und klopfte verzweifelt auf den Vergaser, keine Chance. Gottlob war das Rennen nach 11 Runden vorbei, sonst wäre er weiter zurückgefallen, so wurde er noch 3-ter. Tolles Ergebnis mit diesem Problem, wohl auch nur weil die anderen ROKers durch die Superminis eingebremst wurden. Naja, zurück in den Boxen rauchte es aus dem Visier seines Helmes, und er stampfte von dannen Richtung Anhänger, um nicht ganz jugendfreie Selbstgespräche mit sich und seinem Motor zu führen…hoffentlich wissen wir bis Parma, was das Problem war.

und wieder auf dem Podest!

Diese Piste ist sehr schön, kurvig und ziemlich speziell, die Anlage sauber und gepflegt, jedoch das Fahrerlager etwas klein geraten, also schauen wir einmal ob wir für die SM in 2 Wochen noch ein Plätzchen finden werden, bis dann!

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22. April 2008

1. Lauf zur Schweizermeisterschaft in Parma (I)

In Parma fand am letzten Sonntag nun endlich der erste Lauf zur Schweizermeisterschaft 2008 statt. Wir freuten uns sehr, vor allem unsere beiden Rackers. Nachdem wir am Freitag Nachmittag ankamen und unser „Hängerchen“ platziert hatten, wollten wir gemütlich ins Hotel fahren…Fehlanzeige: „Paaaps, wir wollen fahren, biiitteee!“ na toll, Stress bereits am Freitag…jaja, ich weiss, zu gutmütig, keine erzieherische Linie, krasser pädagogischer Fehler… und somit machte ich die beiden gelben Geschosse startklar…und los gings:

auch Mami musste ran...

Seve
In allen Trainings von Anfang an bei der Musik, und was für ein Bild mit 30 Piloten, so sollte es in allen Kategorien sein (aber das ist ein anderes Thema)! Was sich bereits beim Bridgestone Cup vor einer Woche abzeichnete bestätigte sich, dass Seve auf dieser Motorenstrecke gut zurecht kommt. Auf meine Fragen zwecks Änderung des Chassis meinte er jeweils nur kurz „neinein, alles ok“. Hmmm, ok dann halt…

die "wienerli" am pumpen...

Dann am Renntag Sonntag Morgen zuerst das allseits beliebte Gesellschaftsspiel „Wir-gehen-einen-Motor-mieten-Anstehen“. Seve zog einen neuen Motor, naja, Einfahren ahoi. Im ersten Training Ausfall nach 2 Runden wegen „Kette-sagt-Kerb-hallo“, im zweiten begann er dann den Vergaser einzustellen…um danach im Zeitfahren weiterzumachen und die Gemischschraube in die falsche Richtung zu drehen…11. Platz und entsprechend sauer über sich selber verkroch er sich im Zelt. Aber dass sollte nicht das letzte Mal sein an diesem Tag! Im ersten Lauf hatte er dann dafür schöne fights und fuhr bis auf Rang 4 nach vorne, und schon waren die 8 Runden vorbei. Im zweiten Lauf vom 4-ten Platz ins Geschehen rein, und es wurde in jeder Kurve „Mann-gegen-Mann“ gekämpft, Wahnsinn! Seve mit schnellster Rennrunde nun hinter dem Führenden und probiert’s links und rechts, dieser aber voll auf Kampflinie. In der letzten Runde in einer Doppelrechts sticht er innen rein, aber es reicht nicht ganz und Brads rechte Flanke und Seves linkes Vorderrad gehen auf Tuchfühlung da ihm der Platz ausgeht, sorry Brad (the never ending story dieser beiden… J) dieser konnte zum Glück weiterfahren, Seve drehte es aber ins aus, Aus! Vielleicht aus Solidarität fliegt an der gleichen Stelle gleich noch ein weiterer Konkurrent ins schöne Grün, dies kann Seve aber nicht wirklich trösten. Rauchend schleicht er sich zurück ins Zelt (Seve, nicht der Kart)…und schläft erst Mal eine Runde; nun ja, die Umstände sind zugegebenermassen ideal: 25° Luft, Sonne, leichte Brise, Leben was willst du mehr…! (ausser man schraubt an 2 Karts…)

Mittagstisch...

Vor dem Final einmal mehr meine obligate Frage nach einer Änderung des Chassis „neinein, alles ok“..., packt seine Sachen und grummelt beim Gehen noch etwas von „fahre itze eifach ufe drit fürä…“…ääh, Seve: Du startest auf P13, und die Motoren gehen ziemlich gleich…versuch’s  doch unter die ersten 10 zu kommen, gell. Aber wenn Seve was will, dann will er es, und Gedanken versetzen Berge…oder Gegner. Der Start verläuft gut, und er beginnt sein Reisli Richtung Spitze. Auf dieser Powerstrecke ist Windschatten alles, und er hangelt sich von einem Gegner zum nächsten. Mit Valente am Heck kommt er den beiden Führenden immer näher, und es wird nun ein spannender Vierkampf. Seve stellt dem Zweiten rein, und ist vorbei. Und leider dann auch gleich das Rennen, denn er glühte noch auf der Waage und meinte was von „viu z’churz di Rennä, viu z’churz“… Mann, Supertoll, 2. Platz, der hat’s doch tatsächlich unter die ersten 3 geschafft. Tolles Week-end, und er freut sich schon auf eine neue Piste in Mirecourt in 2 Wochen, wo er im ROK-Cup starten wird.

Podest Supermini...SUPER!

Levin
Auch ein schönes Feld mit 23 Fahrern, super! In den Trainings variierten seine Zeiten zur Spitze, zwischen einem Zehntel bis 7 Zehntel hatten wir wohl alles einmal. Dieser verflixte Reifendruck, und all’ die anderen netten Einstellmöglichkeiten, zusammen mit den Dunlop Reifen…man hat’s nicht einfach. Bis am Sonntag hatten wir’s so einigermassen im Griff, und Levin hatte sich auch eingeschossen. Dann im Zeitfahren Rang 9, mit 7 Zehntel zurück, was stellen wir jeweils zu dieser Tageszeit nur falsch ein? Oder hat Levin noch etwas geschlafen? nun ja, auf in den ersten Lauf, Start geglückt und auf dem steinigen Weg nach vorne, auf Platz 6…als in der schnellen Rechts beim Bahndamm eine Konkurrentin mit ihrem linken Vorderrad seinen rechten Seitenkasten kunstvoll verzierte…nun gut, der Preis dafür ist dass Levin nach „kunst“-vollem Dreher von zuhinterst dem Feld nachpirschen darf. Er fährt mit dem Messer zwischen den Zähnen (man hörte sein Zähneknirschen bis in den parc-fermeé rein…) auf Platz 13, toll! Im zweiten Vorlauf dann um weitere 5 Plätze bis auf den 8-ten Rang nach vorne, Rückstand zur Spitze noch 4 Zehntel.

grööll...

Im Final dann hatte er einen guten Start und kam als 7-er aus der ersten Runde zurück. Danach fuhr er ein eigentlich kampfloses Rennen weil die Positionen bezogen waren und kam als 7-er ins Ziel, gut 3-Zehntel Rückstand auf die Spitze. Naja, er meinte ein paar fights wären nicht schlecht gewesen, aber er fuhr sauber und konstant bis am Schluss und war mit seiner Leistung zu Recht zufrieden.

was ist der Sinn des Lebens...

Tja…nur Jesina durfte nicht fahren (sniff...). Dafür durfte sie mit zum shoppen und sprudeln (danke Bea), und fungierte als Maskottchen der Jungs.

wer fährt hier wen spazieren...?

Nachdem wir uns abends im Restaurant noch für die Heimfahrt gestärkt hatten, fuhr uns Levin sicher nach Hause…schön wärs, die Jungs hinten im Auto am träumen, mein liebes Frauchen krampfhaft am wachbleiben versuchen (gelang nicht ganz…) und ich armer Hund nach diesem Stress noch 5 Stündchen heimtuckern, nett…! Was tut man nicht alles für die lieben Kleinen! J

Videos aller Finalläufe...

Ranglisten KF3...

Ranglisten Supermini...

Klassement ASS...

Das nächste Rennen fahren wir in Mirecourt (F) anlässlich des Bridgestone Cups /ROK Cups am 4. Mai, bis dann!

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14. April 2008

1. Lauf Bridgestone Cup in Parma (I), 6. April

So, das zweite Rennen für Seve nahte, der erste Lauf zum Bridgestone Cup in Parma (I). Und Levin bei den Junioren sollte am Samstag nur etwas trainieren, mehr nicht…es sollte aber anders kommen. Der Reihe nach:

warum so grimmig...?

Seve: Wir hatten im Vorfeld verschiedentlich gehört, dass viele Konkurrenten über den Winter motorisch ziemlich aufgerüstet haben. Somit wussten wir nicht, wo wir mit unserem 2006-er Motor stehen würden, erwarteten aber nicht allzu viel. Im Samstags-Training ging es ziemlich eng zu und her, aber …Seve war von 20 Supermini Fahrern mehr oder weniger bei der Musik, oha!

muss auch sein...

Am Sonntag dann rasch bei Hutless neue Slicks holen und montiert und dann…Regen! Toll! Also, Chassis rasch etwas umgebaut, bei Hutless wieder einen Satz Regenreifen holen und montiert, und ab ins Zeitfahren. Obwohl Seve das nasse Element nicht wirklich liebt und mit den neuen Reifen Anfangs sehr rutschte, wird er 6-er, gefahren mit vollem Körpereinsatz, ohne grosse Regenerfahrung, super! Obwohl der Rückstand auf die Erste über 2s beträgt, naja…dann naht der erste Lauf, es regnete nicht mehr und trocknete langsam ab, welche Reifen sollten wir montieren? Wie die meisten anderen auch entschieden wir uns für die Regenreifen, und es passte soweit  gut; so gut, dass Seve sogar an die Spitze ziehen konnte und gewann den ersten Vorlauf, und dachte wohl im zweiten Vorlauf „warum nicht gleich nochmals“ und gewann diesen auch gleich. Die Zeiten waren nicht berauschend, aber er hatte vorne halt freie Bahn. Im Final dann aus der Pole ins Rennen, er konnte es umsetzen und zog langsam auf und davon. Doch von hinten nahte eine Rakete in etwa vergleichbarem Tempo, welche ihm in jeder Runde über eine halbe Sekunde abnahm, heisst: keine Chance! Nachdem Seve von diesem dank enormem Tempoüberschuss als Startrampe benutzt und der Einfachheit halber gleich oben rum überholt wurde, klemmte er sich mehr oder (eher) weniger erfolgreich in dessen Windschatten und stellte in der nächstenbesten Kurve wieder rein, was sogar gelang; jedoch wenn zwei sich streiten freut sich die Dritte…naja, somit wurde Seve schlussendlich noch Dritter. Schade, aber in Anbetracht der Rundenzeiten der beiden vor ihm hätte er wohl eh’ keine Chance gehabt, und somit sind wir alle seeehr zufrieden. Seve führt nun auch den Bridgestone Cup neben dem ROK Cup Klassement an, Wahnsinn!! Wir sind nun sehr gespannt auf die SM in 2 Wochen, wiederum in Parma!

Podest Supermini

Levin: Nach dem Desaster von Lonato im Italien open vor einer Woche kamen wir mit nicht wirklich optimistischen Gefühlen nach Parma, also einfach mal schauen wie es im Training lief. Und es lief recht gut..und jaaaa,  wir liessen uns erweichen dass Levin fahren durfte (wenn wir denn schon vor Ort sind….), auch weil es ein schönes Feld mit 20 Fahrern hatte. Im Zeitfahren am Sonntag Morgen auch bei ihm den Kart hurtig umbauen (ich hatte trotz 2 Karts zu mechen und umzubauen absolut keinen Stress, neeeein…) und im gestreckten Galopp zum Zeitfahren hetzen. Es lief gut, Levin kannte die schnelle Linie ja noch von der Margutti vor 3 Wochen. Trotzdem, wir trauten unseren Ohren nicht als der Speaker Levin auf der Pole verkündete….Hallo? vor einer Woche noch 5-letzter in Lonato, und jetzt auf der Pole, und das sogar im Regen gegen gestandene Gegner? ok, wir haben schon einiges mitgekriegt in Sachen Abstimmung, aber gleich so? Toll! Im ersten Lauf dann bereits auf Slicks, die Strecke trocknete immer mehr ab und Levin führte die ersten Runden eines KF3 Rennens an, konnte aber die älteren „Cracks“ noch nicht halten und wurde guter 4-ter, auch im zweiten Vorlauf wieder 4-ter mit einigen guten fights. Dann der Final, mittlerweile hatte die Piste wieder etwas Gummi angesetzt, und Levin lief als 5-ter nach einer fehlerloser Fahrt ein. Well done!!! Aber trotzdem noch etwas mehr Ovo Essen…!

Tipps vom grossen Bruder...

Jesina wollte auch wieder! Trotz unserer umfassenden Bemühungen Richtung Ballett…oder Blumenstecken…nein, Kart fahren! Nun gut, ihre Fortschritte über den Winter sind ja auch bemerkenswert: sie stoppte nun jeweils nicht mehr in jeder zweiten Kurve um zu winken sondern nur noch einmal pro Runde, toll. Auch die Kurventechnik hat sie weiter verfeinert und mit ihren technisch fundierten Aussagen konnten wir ihr Kart nun optimal abstimmen.

"Podest" Puffos...

Bridgestone Cup Klassement Supermini...

Bridgestone Cup Klassement KF3 (Junioren)...

ASS Startlisten SM 2008...

SM Detail und Program vom 20. April...

So, das nächste Rennen ist bereits in 2 Wochen, der erste Lauf zur Schweizermeisterschaft in Parma, und wir freuen uns riesig darauf! 

Bis dann!

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9. April 2008

1. Lauf Italian Open, Lonato (I), 29. - 30. März

Wir reisten nach den positiven Erfahrungen von Lyon und Wohlen gutgelaunt nach Lonato (I) an den ersten Lauf des italian open; dort, wo wir vor nicht allzu langer Zeit die Chassis abholen konnten und Levin gut mit der Piste zurecht kam. Er freute sich auf die 48 anderen Konkurrenten in der KF3 Klasse und darauf, viel zu lernen. Nach endlosen administrativen Wartereien,  Anmeldungen und Reifen holen endlich zum Training.

unsere "Infrastruktur"...

Am Freitag im ersten offiziellen Training war er 23-ter…naja, aber bester PCR Pilot, das ist doch schon mal was. Im zweiten Vorlauf immer noch dabei, aber bereits 9/10 s Rückstand auf die Spitze. Grübel…an was lag es denn nur? Doch zuerst einmal Pizza und Pasta Essen gehen und eine Runde drüber schlafen.

Am Samstag morgen dann im warm-up 29-er, und wieder bester PCR Pilot, toll! aber mit einem Rückstand auf den besten von 7/10 s. Und dann…ja, dann kam immer mehr Gummi, und man konnte förmlich sehen wie Levin kleben blieb. Einerseits hatte er mit dem Juniorenkart keine Erfahrung auf Gummi, andererseits ich auch keine zum richtigen Einstellen des Chassis. Somit sprang sein Kart dort rum, wo andere wie mit einer Federung über Bodenwellen rauschten, und rutschte dort wo es eigentlich halten sollte. Mist! Zudem, verglichen mit anderen Junioren ist Levin „klein und fein“, wir denken es fehlte schlicht auch an der Kraft um das Teil auf dem Gummi richtig fliegen  zu lassen.

woran liegt's  denn nur...

Im Zeitfahren dann der erste Dämpfer, nur 40-er mit mittlerweile 1.0 s Rückstand auf die Spitze. Levin stieg nicht wirklich gut gelaunt aus seinem Kart aus…und die 3 Vorläufe verliefen ähnlich frustrierend, er kämpfte so gut es ging und wurde in seinen Gruppen jeweils 20, 19 und 18, mit Rückständen zwischen1.3s – 0.8s. Er fragte einmal in seiner Verzweiflung einen Kollegen, wie dieser denn mit den Bodenwellen einer schnellen Kurve klarkomme, und die vernichtende Antwort war „welche Bodenwellen denn?“, sprich: wir waren mit unserem Latein am Ende! Dafür konnten wir bei den Finalläufen gemütlich zuschauen…und haben erst noch Geld für einen Satz Reifen gespart (genau, think positive!). Wir wurden Gesamt 45…da half nur noch leer schlucken und tapfer drüber stehen, das war definitiv nicht unsere Week-end.

Am Montag blieben wir noch einen Tag dort um zu trainieren, was auch nicht wirklich erfolgreich ablief; wir hatten den Eindruck, dass das Chassis einfach viel zu viel Grip aufbaute, zu hart ist…und wir nun herausfinden müssen, wie man diesen vielen Grip wegnimmt. (und, ohne viel verraten zu wollen, in Parma am Bridgestone Cup wussten wir a bisserl besser wie…)

Tja, diese Dusche war kalt, und trotzdem eine weitere ganz tolle Erfahrung in einem internationalen Feld fahren zu dürfen. Das nächste Rennen ist der Bridgestone Cup am 6. April in Parma (I) wo beide Jungs fahren dürfen, bis dann! 

Homepage Italian Open


Resultate Italian Open 1. Lauf Lonato (I)

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3. April 2008

1. Lauf ROK Cup, GP Schweiz in Wohlen (CH), 24. März

hatte gut lachen...

…am Montag um halb fünf wieder aufstehen und nach Wohlen fahren, zum  ersten "lista LO ROK CUP" dieses Jahres. Wir mussten einen ROK Motor mieten und hatten ja nicht wirklich viel Erfahrung mit diesem Teil, um nicht zu sagen: keine Ahnung! aber vielleicht war es ja gerade das, was es ausmachte, weil Seve war von Anfang sehr schnell, und wir staunten nicht schlecht! Dann noch neue ROK-Reifen holen und ab ins Zeitfahren…und wieder schnellster, toll! Das Chassis lief gut (danke für die Tipps vom PCR-Kollegen!), der Motor lief gut, Seve lief auch gut, es passte einfach alles zusammen. Und vielleicht haben die Erfahrungen aus dem kalten Lyon ja auch noch etwas geholfen...

es schneielet, es beielet...

Im ersten Lauf, der zusammen mit den ROTAX Max gefahren wurde, gewann er, ebenso den zweiten Lauf. Dann kam der Final, und es begann zu…schneien! Nicht schon wieder! Neue Regenreifen nehmen oder alte aber bereits angefahrene? alte angefahrene! das war aber eigentlich egal, denn erstens wusste ich nicht wie das neue PCR Chassis bei Regen abstimmen und  liess es somit praktisch unverändert (was aber auch egal war), weil zweitens Seve damit zum ersten Mal im Regen fuhr, und seine Linienwahl war entsprechend…naja, speziell. Tja, da haben wir noch Trainings vor uns, und trotzdem reichte es für den tollen zweiten Platz, super Seve!


Dann im Schneegestöber endlich nach Hause…und gleich wieder das Material parat machen für mit Levin nach Lonato an die italienische Meisterschaft am 28.- 30.März…puuh, das wird nun aber langsam zum full-time Job! Aber danach wissen wir, mit wem wir was dieses Jahr fahren werden.

Pokal- (und Couvertli-) -entgegennahme...

lista office LO ROK Cup homepage...

Ranglisten...

Also, more to follow soon…stay tuned, guys!

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2. April 2008

FFSA Rennen in Lyon (F), 22.-23. März 2008

Um es einmal vorsichtig auszudrücken: Es gab schon erholsamere Ostern als dieses Jahr! Am Donnerstag fuhren Levin und ich nach Lyon, an den ersten Lauf der französischen Meisterschaft. Es waren 31 Piloten in der Juniorenkategorie KF3 angemeldet, was somit einiges versprach.

es schneielet...

Am Freitag dann die ersten Trainings, im strömenden Regen, was er ja unverständlicherweise liebt. Wir waren bei der Musik….naja, zumindest dann, wenn ich das setup einigermassen hinkriegte! Es ist schon sehr eindrücklich (oder frustrierend) zu sehen, wie gross der Einfluss einer guten Abstimmung ist, viel mehr als bei den Supermini.

nass und kalt...

Dann der erste Renntag am Samstag:  Nasse Piste ohne Regen…hmm, schon wieder Neuland für mich, wie stimmt man den Kart denn für so was ab? Genau, ich wusste nicht wie, und er rutschte entsprechend in der Gegend rum wo andere wie auf Schienen durch die Wogen pflügten…etwas enttäuscht über den 22 Startplatz im Zeitfahren. Dann der erste von zwei Läufen, genannt „Semi-final“: Es gab nach dem Start verschiedentlich Meinungsverschiedenheiten über die Vorfahrt, und da der Reibungskoeffizient bei 1° C und nasser Piste nicht wirklich hoch ist, klappts dann auch mit der Kraftschliessung Reifen-Asphalt nicht so gut, heisst: Es hat im Feld überall gebumst, gedreht und gekreiselt…und Levin wurde 8-ter! Toll, er kam zurück und meinte, dass das Chassi jetzt mal gut sei und in den Kurven nun etwas besser halte. Ok, also auf dem aufgebaut und für den Final so  abgestimmt…aber unter diesen Bedingungen 23 Gegner im Nacken zu haben ist nicht so ermutigend. Und so kam es auch, nach dem Start ein Riesenhaufen, jeder über jeden, Levin kommt als 16 oder so aus der ersten Kurve raus, und in der nächsten Kurve will schon wieder jemand das Rennen entscheiden und fährt ihm hinten rein, Dreher, ein zweiter vorne drüber, und bis er dem Feld hinterher humpeln konnte kam schon fast wieder die Spitze, also raus und fertig. Trotzdem, wieder viel gelernt an diesem Tag, auch Papi mit Abstimmen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Regen.

ich bin gaaanz ruhig...

Am zweiten Renntag Sonntag wieder ein Zeitfahren. HA! dachte ich, jetzt aber mit den Erkenntnissen vom Vortag was daraus machen…hatte aber nicht an die abtrocknende Piste bei tiefen Temperaturen gedacht…Levin 21, wieder a bisserl enttäuscht, aber er rutschte einfach nur in der Gegend rum. Gut, über die Bücher, was lief schief, was könnte es sein, keine Ahnung, wir probieren einfach etwas. Im Semi-Final konnte ich sein Strahlen im Helm bereits in der Aufwärmrunde förmlich spüren, sein Chassi lag super meinte er. Aber wenn 31 Jungspunde auf eine Kurve zujagen, könnte dies das eine oder andere kleine Problemchen geben…was es auch gab. Wieder ein Haufen, einige blieben mit Defekten stehen, darunter auch Levin mit krummer Spurstange. Schade, ohne Erfahrungswerte in den Final am Nachmittag, das Wetter wurde zwischenzeitlich wieder schlechter, sprich: 2°C und starker Schneefall, also wieder etwas Neues zum Abstimmen, wie Nett! Der Start von hinten verlief gut, vorne wieder die fast schon fast normalen Gerangel. Levin kam irgendwie irgendwo durch, das setup war nicht schlecht, aber der Motor verlor an Leistung, trotzdem reichte es mit schlechten Rundenzeiten noch für den 12 Platz!  Tolles Ergebnis beim ersten Meisterschaftsrennen einer neuen Kategorie, wir sind super zufrieden!

Detaillierte FFSA Resultate hier...

Dieser Anlass war wirklich Top-organisiert, Benzin und Reifen blieben immer im parc fermé, überall standen FFSA Leute rum und beäugten, wer da was an den Karts schraubte, so soll es sein. Dann Zusammenpacken und heimfahren…und am Abend gleich umladen, das heisst den Junior raus und den Supermini rein, Duschen, schlafen, und…mehr in Kürze....

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12. März 2008

19. Trofeo Andrea Margutti in Parma (I), 9. März

Wie die Jungfrau zum Kinde, so kamen wir in etwa an dieses legendäre Rennen in Parma. Da bei PCR ein Pilot ausfiel, fragte man uns kurzfristig an, ob wir einspringen wollen. Hmm…Levin mit ganzen 3 Stunden KF3 Erfahrung und noch nie im Regen, Mechaniker Papi mit gleichviel Erfahrung in Sachen Abstimmen dieses neuen Teiles…aber was soll’s: Wir sagten zu, im Wissen das dort die gesamte Kart Prominenz Europas anwesend sein würde und wir zuhinterst fahren würden. Aber Training brauchen wir ja eh, warum also nicht gleich an einem Rennen?

unser "kleines" Anhängerchen...

Als wir am Mittwoch Abend ankamen, hat es uns dann fast den Atem verschlagen: Was da an Zeltburgen aufgebaut war, Wahnsinn! Riesige Zelte teils mit Schiebetüren, auf Hochglanz polierte Trucks mit Balkonen und Satellitenschüsseln auf dem Dach, unzählige gedresste Mechaniker in weissen Handschuhen mit blitzblanken Karts. Was machten wir denn nur da…?! und waren wir etwa an einem Formel 1 Rennen, oder ging es da wirklich "nur" um ein Kartrennen?

viva Italia!

Am Donnerstag Morgen dann ging’s los zum ersten Training, Levin mit alten Reifen…mit SEEHR alten Reifen, unfahrbar. Mein Fehler, also zum nächsten Training neue Reifen montiert. Wenn da nur nicht der Vergaser gestreikt hätte…also der Reserve Vergaser zum dritten Training drauf. Der hatte aber auch nicht wirklich Lust, seinen Dienst ordnungsgemäss zu erfüllen…wie wir später herausfanden wegen verschmutztem Benzin. Gut, im letzten Training dann einen weiteren Vergaser, den uns ein Zeltkollege auslieh, und bis wir den einigermassen eingestellt hatten, war dieser heat auch schon wieder durch. Somit schlossen wir den Tag mit nicht wirklich neuen Erkenntnissen ab, ausser dass an einem Tag seeehr viel schief gehen kann.

Am Freitag morgen regnete es und war 2° kalt, und Levin konnte vor dem Zeitfahren zum ersten Mal im Regen fahren, judihui…und wir hatten keinen blassen Schimmer, wie man dieses Teil im Regen einstellen muss, und so ging es dann auch in’s Zeitfahren. 54-ter von 80, najaaa…immerhin! und mit jeder Runde gings etwas besser, und Levin probierte munter verschiedene Linien aus.

so trocken war er selten...

Dann am Samstag die beiden Vorläufe, immer noch im Nassen. Für mich ja unbegreiflich, liebt er es doch im Regen zu fahren, aber muss dass grad mit allen Cracks Europas sein und mit Null Erfahrung? Dann der Start…Augen zu, fährt er noch?...und dann rauscht da eine Runde später etwas Gelbes auf Rang 8 vorbei…hallo? kurze Freude, es naht ein Torpedo von hinten und dreht ihn in einer Kurve um, nicht nur ihn, es wird überall geschubst und gestossen, gedreht und gekreiselt was das Zeug hält. Von ganz hinten dann nochmals auf Rang 17 nach vorne, oha! langsam schoss er sich im Regen ein. Im zweiten Lauf dann ein ähnliches Szenario, und wieder von diesmal gaaanz hinten 24-ter. Dann noch der Hoffnungslauf, wobei er 13 Konkurrenten überholen sollte, um noch in den Halbfinal zu kommen. Levin fragte mich, was ich denke ob er es schafft. Nein, in Anbetracht seiner und meiner fehlenden Erfahrung nicht, sorry. Aber…irgendwie klapppte es, er wurde 13-ter und war somit im Halbfinal, Wahnsinn! Hätten wir nie und nimmer gedacht!

"ich will auch wieder..."

Am Sonntag morgen im Halbfinal dann war aber definitiv Endstation, vor allem auch wegen meinen Fehlern in der Abstimmung; er rutschte in der Gegend rum und wurde auf der Geraden wegen falscher  Übersetzung von einem nach dem anderen Konkurrenten aufgeschnupft. Nicht schlimm,  dass wir so weit kamen war ganz toll, und es war ein Super Erlebnis, an diesem internationalen Mega-Event teilnehmen zu dürfen, danke vielmals! Und viel gelernt haben wir beide auch…und wissen dass wir noch viel lernen müssen.

"ich kann am ROK-Cup in Wohlen  :))"

Das nächste Rennen ist nun der erste Lauf zur französischen Meisterschaft FFSA in Lyon am 23. März, und am 24. März dann gleich das erste Rennen von Severin im „lista office LO ROK Cup“ in Wohlen, wir freuen uns wie verrückt drauf! Bis dann!

Video vom KF3 Final...

Ranglisten...


 
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